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Bitte nicht im Meer versenken: Werbeetat

„Ich buche nur im Reisebüro.” Blaues Meer, eine sommerlich-leichtbeschürzte Reisende auf einer Schaukel. Im Vorbeigehen wirkt dieses Plakat vielleicht harmlos. Bleiben Passanten aber stehen und beschäftigen sich damit (und das sollten Passanten ja idealerweise bei einem Plakat tun), zeigt es sich als gutes Beispiel für schlechte Außenwerbung. Es tut nicht weh. Aber es bewirkt auch nichts.

Fangen wir mit den kleineren Fauxpas an: Der Claim „das besondere reisebüro” reiht sich in die unendliche Reihe nichtssagender Claims ein und wird von geschätzten 200.000 weiteren besonderen Reisebüros geteilt. Zur grafischen Gestaltung lässt sich allenfalls das Lob “Du kannst schon Füße in Photoshop freistellen” anbringen.

Die zentrale Fehlleistung ist aber folgende: Das Plakat erreicht sein Ziel nicht, das Thema der Kommunikation ist komplett verfehlt. Es findet keine Kommunikation statt. Die Realität wird ignoriert. Warum soll der Passant im Reisebüro buchen? Das erfährt er hier jedenfalls nicht.

Was ist passiert?

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