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	<title>TEXT-RAUM</title>
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	<description>Hinter jedem gutem Text steht ein klares Konzept.</description>
	<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 10:48:05 +0000</pubDate>
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		<title>Unternehmenskommunikation</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>

		<category><![CDATA[authentisch]]></category>

		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<category><![CDATA[Werte]]></category>

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		<description><![CDATA[Unternehmen
Kleine, mittlere und große Unternehmen bieten der Wirtschaft Stabilität und Dynamik. Unternehmen stellen ausgezeichnete Produkte her, bieten hochspezialisierte Dienstleistungen, liefern saubere, professionelle und präzise Arbeit. Das Bild, das diese Unternehmen von sich selbst nach innen und außen zeichnen, ist aber oft weit weniger professionell und präzise. Ihr Auftreten, ihre Dienstleistungen und Produkte bleiben vage, sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><h3>Unternehmen</h3>
<p>Kleine, mittlere und große Unternehmen bieten der Wirtschaft Stabilität und Dynamik. Unternehmen stellen ausgezeichnete Produkte her, bieten hochspezialisierte Dienstleistungen, liefern saubere, professionelle und präzise Arbeit. Das Bild, das diese Unternehmen von sich selbst nach innen und außen zeichnen, ist aber oft weit weniger professionell und präzise. Ihr Auftreten, ihre Dienstleistungen und Produkte bleiben vage, sie wirken beliebig und austauschbar. Das ist schade und unnötig.</p>
<h3>Kommunikation</h3>
<p>Eine saubere Kommunikation kann diese vorhandenen Potentiale ausschöpfen. Wir identifizieren den tatsächlichen Mehrwert Ihres Unternehmens und lassen diesen für Ihre Kunden und Partner fühlbar werden. Wir geben Ihrem Unternehmen ein erkennbares Profil. Wir lassen Ihre Professionalität zu Tage treten. Unternehmenskommunikation verstehen wir dabei nicht als neu Verpacken, Verkleiden oder als etwas Besseres Verkaufen. Sondern gerade im Gegenteil: Authentische Unternehmenskommunikation bedeutet die Kondensierung der Informationen auf das Wesentliche, die klare Formulierung der zentralen Wesensmerkmale, die stimmige und transparente Darstellung dessen, was Ihr Kunde wirklich an Ihnen hat. Wir beseitigen missverständliche Informationen, die zu störendem Rauschen führen. So machen wir den Blick frei auf Ihr Wesentliches. Die vorhandenen Stärken und Werte Ihres Unternehmens werden in vollem Umfang für Ihre Kunden und Partner sichtbar.</p>
<h3>Kommunikation im Zeitalter der Informationsfreiheit</h3>
<p>Kommunikation heute muss glaubwürdig, authentisch und stimmig sein. Nur das sichert eine nachhaltige Kundenzufriedenheit. Früher oder später merken Kunden, ob das, was ihnen versprochen worden ist, mit dem übereinstimmt, was sie bekommen. <span id="more-8"></span></p>
<p>Die Möglichkeiten der digitalen Welt mit ihren pluralen Informationskanälen, freiem Zugang zu Wissen und kompetenter werdenden Märkte potenzieren diesen Effekt. Jedes Handeln hinterlässt auffindbare Spuren im Netz, Blogs spüren Unstimmigkeiten auf, Verbraucher schließen sich in Bewertungsportalen zusammen, Rückkopplungsprozesse ermöglichen das Poolen von lokalen Informationen. Für Unternehmen, Institutionen und Verbände wird es immer schwerer, Informationsflüsse zu lenken und die Deutungshoheit zu behalten. Fehlinformationen kommen früher oder später ans Licht und verspielen das Vertrauen der Märkte. Das alles hat Auswirkungen auf die Kommunikation von Unternehmen. Authentisch zu kommunizieren liegt nun in ihrem eigensten Interesse.</p>
<p>Das Cluetrain-Mainfest hat um die Jahrtausendwende das Ende des Marketing und der Unternehmenskommunikation vorhergesagt. Diese Ansicht teile ich nur halb: Es war das Ende des Marketing, das verschleiert, verkleidet und unter falschem Namen verkauft. Die Zeit des schlüssigen und stimmigen Marketing, welches das tatsächliche Profil von Unternehmen transparent macht, hat gerade erst begonnen.</p>
</div>
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		<title>Beratung</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>

		<category><![CDATA[Beschwerde]]></category>

		<category><![CDATA[Change]]></category>

		<category><![CDATA[Corporate]]></category>

		<category><![CDATA[Leitlinien]]></category>

		<category><![CDATA[Vision]]></category>

		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<category><![CDATA[Werte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein klarer Blick
Viele leistungsstarke Unternehmen sehen den Bedarf nach klar formulierten Unternehmensleitlinien und Kommunikationsstrategien. Aber sie haben im laufenden Geschäft zu wenig Ressourcen dafür.
„What business are you in?&#8221; ist und bleibt - bei aller Banalität - eine sperrige Frage, die sich nicht im Vorübergehen beantworten lässt. Kein Wunder: Für strategische Überlegungen muss man innehalten. Zurücktreten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><h3>Ein klarer Blick</h3>
<p>Viele leistungsstarke Unternehmen sehen den Bedarf nach klar formulierten Unternehmensleitlinien und Kommunikationsstrategien. Aber sie haben im laufenden Geschäft zu wenig Ressourcen dafür.</p>
<p>„What business are you in?&#8221; ist und bleibt - bei aller Banalität - eine sperrige Frage, die sich nicht im Vorübergehen beantworten lässt. Kein Wunder: Für strategische Überlegungen muss man innehalten. Zurücktreten. Das eigene Geschäft anderen Augen sehen.</p>
<p>Hier können wir Sie unterstützen. Wir sehen Ihr Unternehmen nicht nur von innen, sondern auch von außen. Durch diesen Blick aus zwei Perspektiven können wir räumlich sehen. Wir können Ihnen die richtigen Fragen stellen. Wir behalten das Ganze im Blick, und finden einen adäquaten Ausdruck für Ihre Vorhaben.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/leitlinienentwicklung">Leitlinienentwicklung</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/beschwerdemanagement">Beschwerdemanagement</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/change-management">Change Management</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/fit-furs-web-20">Fit fürs Web 2.0</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/branding">Branding</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/corporate-inspektion">Corporate-Inspektion</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/text-content-beratung">Text/Content-Beratung</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/beratung/konfliktpravention">Konfliktprävention</a></p>
<p>. . . . . . . . . . . . . . . . .</p>
</div>
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		<title>Strategie-Texte</title>
		<link>http://www.text-raum.de/strategie-texte/strategie-texte</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Strategie-Texte]]></category>

		<category><![CDATA[authentisch]]></category>

		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

		<category><![CDATA[Umsetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Strategie zum Ziel führen
Eine Kommunikationsstrategie hat ihr Ziel erst erreicht, wenn sie für die entsprechende Zielgruppe auch spürbar wird. Aus diesem Grund widmen wir uns Ihrer Strategie und ihrer textlichen Umsetzung mit derselben Sorgfalt. Jede Strategie ist wertlos, wenn das Unternehmen seinen Kunden und Partnern letzten Endes doch mit austauschbaren Formeln gegenüber tritt.
Herausforderung Text
Je [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><h3>Die Strategie zum Ziel führen</h3>
<p>Eine Kommunikationsstrategie hat ihr Ziel erst erreicht, wenn sie für die entsprechende Zielgruppe auch spürbar wird. Aus diesem Grund widmen wir uns Ihrer Strategie und ihrer textlichen Umsetzung mit derselben Sorgfalt. Jede Strategie ist wertlos, wenn das Unternehmen seinen Kunden und Partnern letzten Endes doch mit austauschbaren Formeln gegenüber tritt.</p>
<h3>Herausforderung Text</h3>
<p>Je komplexer die Herausforderungen an einen Text sind, um so spannender die Aufgabe: Der Komplexität Rechnung tragen und doch klar sein. Bisheriges verabschieden und Vorfreude auf Neues wecken. Über Leistungen sprechen ohne zu prahlen. Beruhigend und fordernd sein. Hochtechnologisch und verständlich. Hiobsbotschaften übermitteln und Vertrauen gewinnen. Understatement und Meinungsführerschaft. Heterogenität ohne Beliebigkeit. Aktion ohne Aktionismus. Die Quadratur des Kreises. Das alles geht. Und es macht Spaß, es zu schreiben!</p>
</div>
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		</item>
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		<title>Vorgehensweise</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Vorgehensweise]]></category>

		<category><![CDATA[bottom up]]></category>

		<category><![CDATA[deduktiv]]></category>

		<category><![CDATA[induktiv]]></category>

		<category><![CDATA[top down]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Transparenz und Verständlichkeit an dieser Stelle einige Sätze zu unserer Vorgehensweise.
Über den Tellerrand hinaus und wieder zurück
Zuerst klären wir gemeinsam mit Ihnen, worum es geht. Das ist als Externer manchmal leichter als als Interner, denn wir können zugleich von innen und von außen auf Ihr System schauen. Die Innensicht entspricht dem Wesen des Unternehmens. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Zur Transparenz und Verständlichkeit an dieser Stelle einige Sätze zu unserer Vorgehensweise.</p>
<h3>Über den Tellerrand hinaus und wieder zurück</h3>
<p>Zuerst klären wir gemeinsam mit Ihnen, worum es geht. Das ist als Externer manchmal leichter als als Interner, denn wir können zugleich von innen und von außen auf Ihr System schauen. Die Innensicht entspricht dem Wesen des Unternehmens. Die Außensicht der Wahrnehmung des Kunden. Ziel unserer Arbeit ist es, das Wesen Ihres Unternehmens und die Wahrnehmung Ihrer Kunden in Einklang zu bringen.</p>
<p>Wenn Sie als Kunde bereits wissen, was es Zentrales über Ihr Unternehmen zu sagen gibt, geben Sie uns ein Briefing mit Ihren gewünschten Zielen und wir starten direkt mit Schritt 2. Ansonsten fangen wir mit Schritt 1 an.</p>
<h3>Schritt 1: Klären, worum es geht</h3>
<p>In guten Unternehmen gibt es immer etwas, womit die Menschen, die dort arbeiten, untereinander verbunden sind. Dieses Etwas prägt ihre Dienstleistungen und Produkte, unterscheidet sie von Wettbewerbern. Geschäftsführung und Mitarbeiter handeln nach einer bestimmten Philosophie und nach bestimmten Werten. Aber meist bleibt dieses Etwas intuitiv und unausgesprochen.</p>
<p>Dieses Besondere greifbar und formulierbar zu machen, ist im ersten Schritt unsere Aufgabe. Von dem, was uns die Menschen über ihr Unternehmen erzählen, was sie stolz macht, was sie für gelungen halten, wie sie miteinander umgehen, welche Details welche Bedeutung haben - von diesen konkreten Dingen schließen wir zurück auf das Dahinterliegende, auf das, was dieses Unternehmen im Innersten zusammenhält. Wir suchen das zugrunde liegende Muster. Unsere Vorgehensweise ist hier bottom up, wir schließen also von Konkretem auf Abstraktes (induktive Rückschließung). Haben wir diesen Angelpunkt gefunden, formulieren wir ihn mit einem Positionspapier und stimmen es zur Feinjustierung mit Ihnen ab. Er ist Referenzpunkt sowohl für Ihr Unternehmen wie für Ihre Kommunikation.</p>
<h3>Schritt 2: Sagen, was zu sagen ist</h3>
<p>Von dieser abstrakten Ebene ausgehend folgern wir die Anforderungen für die konkreten Kommunikationsmaßnahmen, die Leitlinien für Unternehmenskommunikation. Sie legen fest, wie Werte und Mehrwerte kommuniziert werden, welche positive Kaufvision beim Kunden erweckt werden soll, wie das Unternehmen seinen Partnern gegenübertritt. Sie definieren Haltung, Ton und Stimme. Auswahl, textliche Umsetzung und Gestaltung der Maßnahmen müssen den Vorgaben entsprechen. Eins folgt aus dem anderen, eine Kette von logischen Schlüssen, an deren Ende konkrete Kommunikationsmaßnahmen stehen, die ihren Zweck erfüllen. Die Herleitung der Kommunikationsstrategie und ihre Umsetzung erfolgen umgekehrt, also top down. Hier schließen wir von Abstraktem auf Konkretes (deduktive Herleitung).</p>
</div>
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		<title>Namensentwicklung</title>
		<link>http://www.text-raum.de/namensentwicklung/namensentwicklung</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Namensentwicklung]]></category>

		<category><![CDATA[Firmenname]]></category>

		<category><![CDATA[Marke]]></category>

		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Namensfindung]]></category>

		<category><![CDATA[Naming]]></category>

		<category><![CDATA[Produktname]]></category>

		<category><![CDATA[Sprachen]]></category>

		<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir finden für Sie den richtigen Namen, die passende Bezeichnung, den stimmigen Claim, Slogan. Ein Wort nur, eine Zeile, und alles ist drin: Die Vorteile des Produktes, die Haltung des Unternehmens, der Sinn des Projektes.
Gemeinsam mit Ihnen definieren und gewichten wir die Anforderungen an den Namen. Auf welchen Märkten er bestehen muss, in welchen Sprachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Wir finden für Sie den richtigen Namen, die passende Bezeichnung, den stimmigen Claim, Slogan. Ein Wort nur, eine Zeile, und alles ist drin: Die Vorteile des Produktes, die Haltung des Unternehmens, der Sinn des Projektes.</p>
<p>Gemeinsam mit Ihnen definieren und gewichten wir die Anforderungen an den Namen. Auf welchen Märkten er bestehen muss, in welchen Sprachen und Kulturräumen er verständlich sein soll. Ob und mit welchen Domains er als Internetadresse funktionieren muss. Welche Assoziationen er hervorrufen soll. Ob und in welcher Warengruppe eine Eintragung als geschützte Marke geplant ist.</p>
<p>Dann geht die Suche los. Unser Werkzeug ist die Sprache - und die Parameter, die sie zur Verfügung stellt, um die Kommunikationsstrategie und die Positionierung abzubilden:</p>
<ul>
<li>Kasus, Numerus und Genus</li>
</ul>
<ul>
<li>Komposita (bestehende, zu erfindende, im Sprachmix oder ohne)</li>
</ul>
<ul>
<li>Prä- und Suffixe</li>
</ul>
<ul>
<li>Verbformen</li>
</ul>
<ul>
<li>Bedeutungs- und Wortfelder wie z.B. Farben, Musik, Mineralogie, Comics oder die klassische Sagenwelt</li>
</ul>
<ul>
<li>Rhythmik, Reimfähigkeit, Silbigkeit, Klang</li>
</ul>
<p>Ein weites Feld, in dem immer der gewünschte Nutzen die Orientierungsmarke bleibt. Nach definierten Kriterien wird gesammelt, sortiert, kondensiert, empfohlen, zuletzt ausgewählt und gegebenenfalls Markenanwälten zur rechtlichen Prüfung übergeben.</p>
<h3>Markenrechtliche Prüfung</h3>
<p>Wenn Sie Ihren Namen als Marke schützen lassen möchten, empfiehlt sich die Vorbereitung und Beratung durch einen Experten. Wir arbeiten mit Rechtsanwälten zusammen, die sich auf das Gebiet des Marken- und Urheberrechts spezialisiert haben. Diese können Sie bei der markenrechtlichen Eintragung und dem Aufbau einer nationalen und internationalen Markenstrategie unterstützen.</p>
<h3>Markt- und Meinungsforschung</h3>
<p>In manchen - nicht in allen - Fällen kann es sinnvoll sein, einen bestehenden oder gewünschten Namen zu testen. Wir kooperieren mit Markt- und Meinungsforschern, die ausgewiesene Statistiker mit fundierter praktischer Erfahrung sind. Mit ihnen können wir individuelle Tests entwickeln, die auf Ihre Zielgruppe und deren Erwartungen zugeschnitten sind. Wir arbeiten dabei ergebnisoffen und zielorientiert und empfehlen dies nur in Fällen, wo es auch für Sie als Kunden einen quantifizierbaren Nutzen hat.</p>
<h3>Sprachnetzwerk</h3>
<p>Wir haben Zugang zu einem ausgezeichneten (z.T. muttersprachlichen) Sprach-Netzwerk mit folgenden Sprachen:</p>
<p>English, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Wolof, Chinesisch, Indonesisch, Bengalisch, Japanisch, Koreanisch, Marokkanisch, Russisch, Dänisch, Finnisch, Quechua, Neugriechisch, Altgriechisch, Althebräisch.</p>
<p>Dieses erschließt uns einerseits den Zugang zu Wortquellen und hilft uns andererseits, Namen in verschiedenen Sprach- und Kulturräumen zu testen.</p>
<h3>Eigener Eignungshintergrund</h3>
<p>Seit 1993 Agenturerfahrung (strategische Konzeption von Marketingmaßnahmen, Produkt- und Marken-PR, Kommunikation)</p>
<p>Studium: Germanistik, sprachwissenschaftlich-linguistisches und literaturwissenschaftliches Studium, Psychologie, 5 Jahre in einem namenskundlichen Institut.</p>
<p>Eigene <strong>Sprachkenntnisse</strong>: Deutsch, Französisch, Englisch, großes Latinum, Grundkenntnisse Neugriechisch und Arabisch</p>
<h3>Interessiert an Beispielen?</h3>
<p>Gerne senden wir Ihnen eine Liste mit Namen und Referenzen.</p>
</div>
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		</item>
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		<title>Kunden</title>
		<link>http://www.text-raum.de/kunden/kunden</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kunden]]></category>

		<category><![CDATA[Mittelstand]]></category>

		<category><![CDATA[Referenzen]]></category>

		<category><![CDATA[Stimmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Kunden sind leistungsstarke Unternehmen und Institutionen, die einen professionellen Partner für Ihre Kommunikation suchen.
Große  Unternehmen lassen sich von uns in Markenfragen beraten oder lagern einzelne abgegrenzte Aufgabenbereiche und  Projekte an uns aus. Wir entwickeln für die jeweiligen Bereiche eigene Ansätze oder setzen  die Projekte entsprechend einer Dachmarkenstrategie um.
Mittlere Unternehmen wenden sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Unsere Kunden sind leistungsstarke Unternehmen und Institutionen, die einen professionellen Partner für Ihre Kommunikation suchen.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/kunden/grosse-unternehmen">Große  Unternehmen</a> lassen sich von uns in Markenfragen beraten oder lagern einzelne abgegrenzte Aufgabenbereiche und  Projekte an uns aus. Wir entwickeln für die jeweiligen Bereiche eigene Ansätze oder setzen  die Projekte entsprechend einer Dachmarkenstrategie um.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/kunden/mittlere-unternehmen">Mittlere Unternehmen</a> wenden sich an uns, wenn sie Kommunikation und Marketing strategisch ausrichten und auf die zukünftigen Veränderungen einstellen möchten. Bedarf an Kommunikation besteht auch bei Branchen und Märkten, die aus ihrer Nische hinauswachsen und neue Zielgruppen ansprechen möchten.</p>
<p>Auch für Verbände, Vereine und Projektbüros sind wir als seit Jahren in der freien Wirtschaft tätige Geisteswissenschaftler wertvolle Unterstützung.</p>
<p>Wir arbeiten für unsere Projekte mit einem Netzwerk aus Kooperationspartnern und Agenturen zusammen, die wir zu geeigneten Teams zusammenstellen können. Mehr hierzu unter <a href="http://www.text-raum.de/netzwerk">Netzwerk</a>.</p>
<h3>Stimmen</h3>
<blockquote><p>„Vorgehensweise finde ich klasse. Man weiß als Kunde von text-raum nicht nur, dass alles besser wird, sondern auch warum. Das ist cool und passt gut zu uns.&#8221;</p></blockquote>
<p>Elmar Geese, tarent GmbH, Gesellschaft für Software-Entwicklung und IT-Beratung</p>
<blockquote><p>„Tolle Ideen. Kreativität mit Methodik! Auf so einen guten Namen wäre ich nie gekommen. Danke!&#8221;</p></blockquote>
<p>Katarina Lerch, Asiacoach</p>
<blockquote><p>„Wie immer toll!! Danke!!! Kohle kommt!&#8221;</p></blockquote>
<p>Nina Woizischke, Pikkolino, Unternehmen Familie</p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Redaktion und Content-Management</title>
		<link>http://www.text-raum.de/redaktion_content-management/redaktion-content-management</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Redaktion Content-Management]]></category>

		<category><![CDATA[Content-Management]]></category>

		<category><![CDATA[Redaktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Ende steht er da, als wäre nie etwas anderes gewesen: Der Text in seiner schönsten Form. Ohne Fehler, ohne Tadel, vielleicht sogar zusammen mit Abbildungen, Tabellen, Grafiken. Keine Spur mehr von Korrekturphasen, Autorenabsprachen, Umstellungen, Kürzungen. Alles steht an der richtigen Stelle. Gedruckt oder online. Heute, morgen oder an jedem anderen Tag.
Für Ihr Publikationsprojekt sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Am Ende steht er da, als wäre nie etwas anderes gewesen: Der Text in seiner schönsten Form. Ohne Fehler, ohne Tadel, vielleicht sogar zusammen mit Abbildungen, Tabellen, Grafiken. Keine Spur mehr von Korrekturphasen, Autorenabsprachen, Umstellungen, Kürzungen. Alles steht an der richtigen Stelle. Gedruckt oder online. Heute, morgen oder an jedem anderen Tag.</p>
<p>Für Ihr Publikationsprojekt sind wir gerne verantwortlich. Wir bieten:</p>
<ul>
<li>die Redaktionsleitung</li>
<li>das Content-Management</li>
<li>die Integration von user-generated-content (Inhalte, die über die User/Nutzer gewonnen werden)</li>
<li>die Planung und Bestimmung von Themen und Schwerpunkten</li>
<li>das Verfassen von Texten</li>
<li>die Koordination und die Absprache mit anderen Autoren</li>
<li>das Anpassen, Ändern, Korrigieren, Lektorieren</li>
<li>das Einholen von Bildern und den dazugehörigen Rechten</li>
<li>die Vorbereitung zum Druck oder zur online-Schaltung</li>
<li>die Planung und Durchführung von Marketing-Maßnahmen für Ihre Publikation</li>
<li>die Suchmaschinenoptimierung bei online-Projekten</li>
</ul>
<p>Hier können Sie einige Projekte kennenlernen:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/redaktion_content-management/fachzeitschrift-%E2%88%92-beitrage-zur-erhaltung-von-kunst-und-kulturgut">Die Fachzeitschrift für Restauratoren</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/redaktion_content-management/herz-im-dialog">Das Magazin von Doppelherz</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/redaktion_content-management/bruno-und-komma">Kindergeschichten und Grundschulbedarf</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Projektmanagement</title>
		<link>http://www.text-raum.de/projektmanagement/projektmanagement</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>

		<category><![CDATA[Werbung PR]]></category>

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		<description><![CDATA[Projekte sind wie Kinder. Sie liegen uns am Herzen, aber wir wissen nicht genau, was aus ihnen werden wird. Dem Zufall können wir sie natürlich nicht überlassen. Das Wachsen der Projekte mit Aufmerksamkeit und Strenge begleiten − so verstehen wir Projektmanagement.
Sehen wir uns die lateinische Wortherkunft von Projektmanagement aus proiectum, manus und agere an, kommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Projekte sind wie Kinder. Sie liegen uns am Herzen, aber wir wissen nicht genau, was aus ihnen werden wird. Dem Zufall können wir sie natürlich nicht überlassen. Das Wachsen der Projekte mit Aufmerksamkeit und Strenge begleiten − so verstehen wir Projektmanagement.</p>
<p>Sehen wir uns die lateinische Wortherkunft von Projektmanagement aus proiectum, manus und agere an, kommen wir zu der Wortbedeutung „das nach vorne Geworfene an der Hand führen“.</p>
<p>Es geht also um die Realisierung von etwas noch nicht Dagewesenem, etwas Neuem. EIn gutes Projektmanagement ist deshalb tatkräftig, geht mit den Unwägbarkeiten, die in jedem Projekt schlummern, konstruktiv um und ist zielführend.</p>
<p>Konkret bedeutet dies:</p>
<ul>
<li>die Definition des Projektes, seiner Struktur und seiner Teilziele</li>
<li>Die Leitung aller Bereiche</li>
<li>die Kommunikation mit allen Beteiligten</li>
<li>das Einschätzen und Umgehen mit Risiken</li>
<li>Konfliktprävention</li>
<li>im Fall der Fälle auch das <a href="http://www.text-raum.de/projektmanagement/krisenmanagement">Krisenmanagement</a></li>
<li>Nutzen von Möglichkeiten und ein strategischer Blick für die langfristigen und nachhaltigen Ziele des Projekts</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Werbung und PR</title>
		<link>http://www.text-raum.de/werbung_pr/werbung-pr</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Werbung PR]]></category>

		<category><![CDATA[Konzept]]></category>

		<category><![CDATA[PR]]></category>

		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>

		<category><![CDATA[Text]]></category>

		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zweiraumagentur.de/?p=48</guid>
		<description><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit kostet Geld. Das kann man aus dem Fenster schmeißen oder sinnvoll investieren. Steht die richtige Unternehmensbotschaft am falschen Ort, nützt sie nichts. Steht die falsche Unternehmensbotschaft am richtigen Ort, schadet sie sogar.
Wir wollen, dass Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte gut verkaufen − mit Ihren Stärken und Ihren Qualitäten. Beratung, Planung und Ausführung für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Öffentlichkeitsarbeit kostet Geld. Das kann man aus dem Fenster schmeißen oder sinnvoll investieren. Steht die richtige Unternehmensbotschaft am falschen Ort, nützt sie nichts. Steht die falsche Unternehmensbotschaft am richtigen Ort, schadet sie sogar.</p>
<p>Wir wollen, dass Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte gut verkaufen − mit Ihren Stärken und Ihren Qualitäten. Beratung, Planung und Ausführung für Werbe- und PR-Konzepte und Maßnahmen erhalten Sie deshalb bei uns aus eine Hand. Erst werden Inhalte und Ziele Ihrer Unternehmenskommunikation definiert.</p>
<p>Dann folgt die Kreation. Hier setzt ein für Sie und Ihre Anforderungen geformtes Team aus Kommunkationsfachleuten  − Texter, Grafiker, Techniker und Illustratoren − um, was Ihrem Unternehmen dient, Potentiale nutzt, Bekanntheit und Umsatz steigert.:</p>
<ul>
<li>PR-Konzepte, Pressetexte, Advertorials</li>
<li>Werbemittel vom Give-Away bis zum Plakat</li>
<li>Unternehmensprofile</li>
<li>Online-Auftritte mit Integration der Potentiale des web 2.0</li>
</ul>
<p>Hier finden Sie einige Beispiele:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/werbung_pr/doppelherz-broschuere">Doppelherz kriegt eine Broschüre</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/werbung_pr/wwwweltweitwichtig">www.weltweitwichtig</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/werbung_pr/der-claim">Der Claim</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/projektmanagement/pr-konzepte-und-pr-manuals">PR-Konzepte und PR-Manuals</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.text-raum.de/werbung_pr/werbung-pr/feed</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Dokumentarische Ausstellungen</title>
		<link>http://www.text-raum.de/dokumentarische_ausstellungen/dokumentarische-ausstellungen</link>
		<comments>http://www.text-raum.de/dokumentarische_ausstellungen/dokumentarische-ausstellungen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dokumentarische Ausstellungen]]></category>

		<category><![CDATA[NGO]]></category>

		<category><![CDATA[Non-Profit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gemälde von Picasso begreift man nicht auf den ersten Blick. Genauso ist es mit vielen anderen Dingen. Es gibt Themen und Inhalte, die lassen sich für Nicht-Insider kaum in zwei einfachen Sätzen zusammenfassen. Komplexe Zusammenhänge genießen manchmal mehr Raum, um zu überzeugen.
Eine dokumentarische Ausstellung kann das. Sie ermöglicht eine Annäherung über Schauen, Schlendern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Ein Gemälde von Picasso begreift man nicht auf den ersten Blick. Genauso ist es mit vielen anderen Dingen. Es gibt Themen und Inhalte, die lassen sich für Nicht-Insider kaum in zwei einfachen Sätzen zusammenfassen. Komplexe Zusammenhänge genießen manchmal mehr Raum, um zu überzeugen.</p>
<p>Eine dokumentarische Ausstellung kann das. Sie ermöglicht eine Annäherung über Schauen, Schlendern und Lesen. Sie muss fesseln, Sachverhalte so vermitteln, das Verständnis und Interesse geweckt werden, mit guten Grafiken die Kernaussagen stützen und mit Bildern in den Bann ziehen.</p>
<p>Dokumentarische Ausstellungen sind gerade für Verbände, Non-Profit-Organisationen und NGOs ein interessantes und nachhaltiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. Mobil auf Fahnen sind sie als Wanderausstellung vor Ort und können kostengünstig durch verschiedene Städte, Institutionen, Messen und Veranstaltungen auf Tournee gehen.</p>
<ul>
<li>Gründliche Recherche und Einarbeitung in das Thema</li>
<li>Gewichtung der Inhalte und Aussagen</li>
<li>Bilder, Grafiken, ansprechende Headlines und erläuternde Texte</li>
</ul>
<p>Unser Beispiel ist seit vier Jahren auf Wanderschaft durch die Gemeinden Deutschlands:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/dokumentarische_ausstellungen/20-jahre-asyl-in-der-kirche">20 Jahre Asyl in der Kirche </a></p>
<p>Eine weitere Ausstellung wird auch international eingesetzt:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/dokumentarische_ausstellungen/der-kaffee-die-stadt-die-welt">Der Kaffee, die Stadt und die Welt</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kultur, Museen und Wissenschaft</title>
		<link>http://www.text-raum.de/kultur_museen_wissenschaft/kultur-wissenschaft</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kultur Museen Wissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt der Kommunikation ist im Wandel. Das ist keine neue  Erkenntnis. Wirtschaft, Politik und Kirchen setzen sich bereits intensiv  mit diesem Wandel auseinander.
 
Zunehmend erreicht der Medienwandel die Kulturlandschaft: Museen und vereinzelt auch Künstler fangen an, sich mit den Möglichkeiten des Web 2.0 auseinanderzusetzen. Sie öffnen sich, suchen den Dialog und landen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Die Welt der Kommunikation ist im Wandel. Das ist keine neue  Erkenntnis. Wirtschaft, Politik und Kirchen setzen sich bereits intensiv  mit diesem Wandel auseinander.</p>
<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--  --><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif]--></p>
<p align="left">Zunehmend erreicht der Medienwandel die Kulturlandschaft: Museen und vereinzelt auch Künstler fangen an, sich mit den Möglichkeiten des Web 2.0 auseinanderzusetzen. Sie öffnen sich, suchen den Dialog und landen in der Jetztzeit.</p>
<p>So nutzen bereits einige kleinere und große Museen und Kultur-Institutionen <a href="../../../../../das-kleine-web2null-woerterbuch/blog">Blogs</a>,  <a href="../../../../../das-kleine-web2null-woerterbuch/twitter">Twitter</a> und andere <a href="../../../../..//das-kleine-web2null-woerterbuch">soziale  Medien</a>, um mit Ihren Mitarbeitern, Besuchern und Kunden in  Verbindung zu bleiben. Sie verstehen diese Form der dialogischen  Kommunikation als wichtigen Baustein für den Erhalt und den Erfolg ihres  Museums, Unternehmens, Ihrer Institution.</p>
<p>Wir arbeiten im Raum zwischen Wissenschaft und Werbung. Wir beraten Museen und Kultur-Institutionen auf dem Weg zu nachhaltiger Kommunikation, die Web 2.0 Elemente sinnvoll nutzt und den individuellen Bedürfnissen der Museen entspricht.</p>
<ul>
<li>Kommunikation für Museen und Kultur-Institutionen</li>
<li>Beratung mit Schwerpunkt Web 2.0</li>
<li>Redaktion|Projektleitung  von Publikationsvorhaben</li>
</ul>
<p>Einige Publikationen:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/ars-ex-machina-%E2%88%92-museen-kunst-und-web-20">Ars ex machina − Museen, Kunst und Web 2.0</a></p>
<p id="post-1552"><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/kunst-ist-kommunikation-museen-und-web-20">Kunst ist Kommunikation: Museen und Web 2.0</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/musen-museen-marketing-im-zeitalter-von-apps-et-al">Musen, Museen, Marketing im Zeitalter von Apps et al.</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/freiraum/die-ausweitung-des-kunstraumes">Die  Ausweitung des Kunstraumes</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/freiraum/die-ausweitung-des-kunstraumes"></a><a href="http://www.text-raum.de/kultur_wissenschaft/august-endell">zu August Endell</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/redaktion_content-management/fachzeitschrift-%E2%88%92-beitrage-zur-erhaltung-von-kunst-und-kulturgut">Die Fachzeitschrift der Restauratoren</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beispiele</title>
		<link>http://www.text-raum.de/beispiele/beispiele</link>
		<comments>http://www.text-raum.de/beispiele/beispiele#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Beispiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zweiraumagentur.de/?p=42</guid>
		<description><![CDATA[ Die Fachzeitschrift für Restauratoren
 Ausstellung zu 20 Jahren Asyl in der Kirche
 Der Kaffee, die Stadt und die Welt. Eine Ausstellung
 PR-Konzepte und PR-Manuals
 Krisenmanagement
 Wissenschaftliche Publikationen

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/vdr-beitrage.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-942" title="vdr-beitrage" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/vdr-beitrage-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.text-raum.de/redaktion_content-management/fachzeitschrift-%E2%88%92-beitrage-zur-erhaltung-von-kunst-und-kulturgut">Die Fachzeitschrift für Restauratoren</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/kirchenasyl-web.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-950" title="kirchenasyl-web" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/kirchenasyl-web-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.text-raum.de/dokumentarische_ausstellungen/20-jahre-asyl-in-der-kirche">Ausstellung zu 20 Jahren Asyl in der Kirche</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/zotter-web2.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-951" title="zotter-web2" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/zotter-web2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.text-raum.de/dokumentarische_ausstellungen/der-kaffee-die-stadt-die-welt">Der Kaffee, die Stadt und die Welt. Eine Ausstellung</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/pharmaton.gif"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-988" title="pharmaton" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/pharmaton-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.text-raum.de/projektmanagement/pr-konzepte-und-pr-manuals">PR-Konzepte und PR-Manuals</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/krise-kleiner.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-952" title="krise-kleiner" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/krise-kleiner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.text-raum.de/projektmanagement/krisenmanagement">Krisenmanagement</a></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/endell-beide.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-954" title="endell-beide" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2009/01/endell-beide-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.text-raum.de/kultur_wissenschaft/august-endell">Wissenschaftliche Publikationen</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ars ex machina − Museen, Kunst und Web 2.0</title>
		<link>http://www.text-raum.de/zweiraum/ars-ex-machina-%e2%88%92-museen-kunst-und-web-20</link>
		<comments>http://www.text-raum.de/zweiraum/ars-ex-machina-%e2%88%92-museen-kunst-und-web-20#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 13:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helge</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zweiraum]]></category>

		<category><![CDATA[App]]></category>

		<category><![CDATA[Berlinische Galerie]]></category>

		<category><![CDATA[HTW Berlin]]></category>

		<category><![CDATA[inkakui]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[Museen]]></category>

		<category><![CDATA[SVKB]]></category>

		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 6. und 7. Mai 2010 fand in der Berlinischen Galerie die Tagung Kultur und Informatik &#8220;Interaktive Systeme&#8221; statt, auf der ich einen Vortrag mit dem Titel &#8220;Ars ex machina − Museen, Kunst und Web 2.0&#8243; hielt.
Sämtliche Vorträge sind in einem Tagungsband veröffentlicht, herausgegeben vom wissenschaftlichen Leiter der Tagung Jürgen Sieck. Die Konferenz wurde im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 6. und 7. Mai 2010 fand in der Berlinischen Galerie die Tagung <em>Kultur und Informatik &#8220;Interaktive Systeme&#8221;</em> statt, auf der ich einen Vortrag mit dem Titel &#8220;Ars ex machina − Museen, Kunst und Web 2.0&#8243; hielt.</p>
<p>Sämtliche Vorträge sind in einem <a href="http://www.vwh-verlag.de/vwh/wp-content/uploads/2010/05/titelei_tagungsband_interaktive_systeme.pdf">Tagungsband</a> veröffentlicht, herausgegeben vom wissenschaftlichen Leiter der Tagung Jürgen Sieck. Die Konferenz wurde im Rahmen des Stiftungs-Verbundkollegs Informationsgesellschaft Berlin (SVKB) der Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung durchgeführt und von der Forschungsgruppe INKA an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie, dem Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur ausgerichtet.</p>
<p style="text-align: center;">.</p>
<p>Hier die Sprechfassung meines Vortrags in Auszügen:</p>
<p style="text-align: center;">.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>vor kurzem fand in London die eintätige Konferenz „MuseumNext&#8221; statt, an die ich hier kurz anknüpfen möchte. Auch dort ging es um die Schnittstelle von Kultur, Museum, Technologie und Mensch. Die Online-Verantwortlichen der Tate, des Museums of Modern Art in New York, des Victoria &amp; Albert und von anderen Museen mit internationalem Publikum waren hier als Sprecher geladen. Aus der Ferne konnte man die Konferenz per Twitter und dem Hashtag #museumnext verfolgen.</p>
<p>Einige Tweets − also Twitter-Mitteilungen in maximal 140 Zeichen − sollen zentrale Themen und Verortungen der Londoner Tagung skizzieren:</p>
<div id="attachment_2467" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/bathlander-share.jpg"><img class="size-medium wp-image-2467" title="bathlander-share" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/bathlander-share-300x192.jpg" alt="Victor Samra, Digital Media Marketing Manager at The Museum of Modern Art/New York" width="300" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">Victor Samra, Digital Media Marketing Manager at The Museum of Modern Art/New York</p></div>
<p><span id="more-2466"></span></p>
<div id="attachment_2468" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/moma-audience.jpg"><img class="size-medium wp-image-2468" title="moma-audience" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/moma-audience-300x186.jpg" alt="John Stack, Head of Tate Online" width="300" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">John Stack, Head of Tate Online</p></div>
<p align="center"><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<div id="attachment_2469" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/tate-web-strategy.jpg"><img class="size-medium wp-image-2469" title="tate-web-strategy" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/tate-web-strategy-300x222.jpg" alt="John Stack, Head of Tate Online" width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">John Stack, Head of Tate Online</p></div>
<p align="center"><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p align="center"><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>Bereits aus diesen wenigen Zitaten lassen sich wichtige Koordinaten des derzeitigen Medienwandels und seiner Bedeutung für Museen und Kulturinstitutionen herauslesen:</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> An die Stelle des Besitzes tritt die Teilhabe.</li>
<li> An die Stelle des Kunsttempels tritt der Platz.</li>
<li> An die Stelle des reinen Senders tritt der Dialog.</li>
</ul>
<p>Was hat sich also in den letzten Jahren verändert, dass einige der weltweit größten und bekanntesten Museen der Welt einen solchen Wandel vollziehen?</p>
<p><strong>1       Ars ex machina</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p align="center"><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/stadel-blog.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2470" title="stadel-blog" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/stadel-blog-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a></p>
<p>Das Foto <em>Louvre III</em> von Thomas Struth auf dem Städel Blog ist so großartig wie sprechend.<a name="_ftnref1" href="#_ftn1">[1]</a> Zwischen dem Aufnahmedatum der Fotographie aus der Reihe <em>Museum Photographs</em> 1989 und dem Screenshot des Blogs vor ein paar Tagen liegen nur 20 Jahre und dennoch Welten.</p>
<p>Was hat sich verändert?</p>
<p>Die Fotographie von Thomas Struth zeigt monumentale Erhabenheit und zugleich das Jetzt im Moment des Betrachtens. Wir sehen von der Kunst gebannte, vom Wandeln durch die Galeriegänge schon leicht erschöpfte, sitzende Menschen. Sie kamen ins Museum, in den Louvre, betrachteten die Kunstwerke, versanken vielleicht sogar darin, lasen Schilder, die sie über Titel und Urheber des Kunstwerkes aufklärten, mochten die Kunstwerke oder auch nicht und sprachen über einzelne Exponate mit denjenigen, mit denen sie zusammen das Museum besuchten, oder später in der Familie, am Arbeitsplatz.</p>
<p>2010 sitzen Menschen nicht nur im Museum vor den Kunstwerken, sondern zeitgleich vor unzähligen internetfähigen Geräten in der ganzen Welt und betrachten die gleichen Kunstwerke am Bildschirm. Zum unmittelbaren Kunstgenuss - dem einzigartigen Gegenüber von Mensch und auratischem Original - gesellen sich vielfältige Möglichkeiten und Perspektiven, die die direkte Kunstrezeption bereichern, ergänzen, Eindrücke vertiefen und Dialoge eröffnen. Menschen können sich via Internet austauschen, Wissen über einzelne Bilder, Künstler, Skulpturen weitergeben und sammeln. Die Besucher können sich jederzeit im interaktiven Web 2.0 ihre eigene Ausstellung im Louvre zusammenstellen. Mitmachen und Beteiligen sind 2010 möglich. Die Instrumente dazu liefert das Internet.</p>
<p><strong>2       Vom Bilderrahmen zum Bildschirm</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Es ist wie ein Zeitsprung. Das Kunstwerk wird vom <em>Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit<a name="_ftnref2" href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a></em> in die <em>entmaterialisierte digitale Bildwelt der Gegenwart<a name="_ftnref3" href="#_ftn3"><strong>[3]</strong></a></em> gebeamt. Längst befinden wir uns im Zeitalter der Digitalisierung mit seinem atemlosen Takt der neuen Kontextualisierung. Unzählige Kunstwerke aus allen Teilen der Erde, aus allen Kulturen der Welt sind jetzt schon online verfügbar. Sie lassen sich jederzeit in Blogs und Websites einbetten, Hyperlinks schaffen immer neue Verbindungen zu Inhalten. Dreidimensionale, lebendige Wissensnetzwerke entstehen. Hier schlummert ungeahntes Potential, dessen Dimension wir derzeit noch gar nicht abschätzen können.</p>
<p>Mit etwas Verzögerung erreicht der Medienwandel zunehmend die Kulturlandschaft. Museen und vereinzelt auch Künstler fangen an, sich mit den Möglichkeiten des Web 2.0 auseinanderzusetzen. Sie öffnen sich, suchen den Dialog und landen in der Jetztzeit. Ein spannendes Experimentierfeld entwickelt sich im unendlichen Raum des worldwideweb:</p>
<p>Zur Rubens-Ausstellung in München twitterte Peter Paul Rubens für die Alte Pinakothek über sein Leben und seine Werke; das Städel Frankfurt bloggt und sammelt so Spenden für seinen Erweiterungsbau und baut zeitgleich eine eigene Community im Web auf; die Tate hat einen eigenen Video-Channel mit einem umfangreichen Kunstprogramm; die Staatliche Kunstsammlung Dresden ist mit ihrem Haus bei Second Life und kann hier ohne Gefahr für das Kunstgut neue Hängungen testen; die Albertina Wien ist mit 30.500 Bildern online; auf facebook finden sich die großen Museen der Welt.</p>
<p>Doch: Was passiert eigentlich mit der Kunst, wenn man sie in die digitale Welt entlässt? Was bedeutet das für die Originale? Wozu wird der Betrachter? Welche Rolle spielt dann das Museum als realer Ort der Begegnung von Individuum und Kunst?</p>
<p>Das viel gehütete Original hat sich bereits vieler Angriffe erwehrt. Seit dem 19. Jahrhundert befindet es sich im Zeitalter seiner massenhaften technischen Reproduzierbarkeit. Aller Weh-und Achrufe der Kulturpessimisten zum Trotz führte diese Entwicklung aber nicht zum Niedergang der Kunst, sondern sorgte für neue kreative Schübe. Heute sind Ready mades von Marcel Duchamp - wie der Flaschentrockner und das „Fountain&#8221; benannte Pissoir - oder die seriellen Drucke der Campbell-Dosen von Andy Warhol Ikonen der Kunstgeschichte und spiegeln facettenreich die Massenproduktion. Sie nehmen belanglose alltägliche Dinge, Massenware auf und stellen sie in einen neuen Kontext. Fiat ars! Oder wie der Historiker und Philosoph Krysztof Pomian es formuliert, die Dinge erfahren eine Verschiebung von der Nützlichkeit hin „zur Maximierung der Bedeutung.&#8221;<a name="_ftnref4" href="#_ftn4">[4]</a></p>
<p>Heute finden wir Kunstwerke zu Abermillionen digital im Internet. Bedeutet das eine Gefahr?</p>
<p>Nehmen wir als Beispiel das berühmteste Kunstwerk: die Mona Lisa. Von Leonardo da Vinci ging das schon damals berühmte Gemälde - bereits Giorgio Vasari beschrieb es 1568 als von „eher himmlischer als irdischer Natur&#8221;<a name="_ftnref5" href="#_ftn5">[5]</a> - in den Besitz von König Franz I. über. Später landete es schließlich in Versailles in der Sammlung des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Nach der französischen Revolution kam das Gemälde in den Louvre, um wenig später wieder ganz exklusiv in den Gemächern von Napoleon zu hängen. Seit Napoleons Verbannung hat es den Louvre nur in wenigen Fällen wieder verlassen.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/mona-lisa.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2471" title="mona-lisa" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/mona-lisa-300x137.jpg" alt="" width="300" height="137" /></a></p>
<p align="center"><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>Gibt man bei Google den Suchbegriff „Mona Lisa&#8221; ein, erzielt man 8,6 Millionen Treffer - bei der reinen Bildersuche immerhin noch 2,4 Millionen.<a name="_ftnref6" href="#_ftn6">[6]</a> Seit es eine Application des Louvre für Smartphones gibt, tragen viele Menschen das Lächeln der Mona Lisa immer mit sich - samt Craquelé, in unglaublich detailgenauer Aufnahme.</p>
<p>Trotz der permanenten digitalen Verfügbarkeit pilgern die Menschen weiterhin unermüdlich zur Mona Lisa. 2009 waren es allein 6,8 Millionen Besucher, die ausdrücklich dieses Gemälde sehen wollten von 8,5 Millionen Louvre-Besuchern insgesamt.<a name="_ftnref7" href="#_ftn7">[7]</a></p>
<p>Noch einmal ein Blick zurück:</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>1919 reichten Marcel Duchamp noch ein Schnauzer, ein Kinnbart und die Buchstaben <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Marcel_Duchamp_Mona_Lisa_LHOOQ.jpg">L.H.O.O.Q.</a> und eine billige Mona-Lisa-Postkarte, um ein neues Kunstwerk zu schaffen. Heute sieht es anders aus.</p>
<p>Digital reproduzierte Bilder in einen neuen Kontext zu stellen, sie zu bearbeiten und zu verändern, geschieht heute massenhaft. Doch führt das normalerweise nicht mehr zu einem neuen Kunstobjekt. Heute passiert etwas anderes.</p>
<p><strong>3       Verlust der Mitte oder Gewinn von Neuland?</strong></p>
<p><strong><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Internet_map_1024.jpg&amp;filetimestamp=20070107155122"><img class="alignnone size-medium wp-image-2472" title="internet_map_10241" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/internet_map_10241-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Am Anfang steht der Kontrollverlust. Ist ein Bild erst einmal im Internet, gibt es keinen Weg zurück. Es kann kopiert, verlinkt, bearbeitet und in völlig willkürliche Zusammenhänge gestellt werden. Und sind die Kunstwerke nicht mehr urheberrechtlich geschützt, ist das in der Regel der Fälle auch völlig legal. Man kann darin den Untergang des Abendlandes nahen sehen oder ein verheißungsvolles Land der Möglichkeiten.</p>
<p>Betritt man diese terra incognita einmal unvoreingenommen, stellt man fest: Im Anfang sind die digitalen Bilder alle gleichrangig. Während sie im Museum in einer abzuschreitenden Abfolge hängen, existieren sie im digitalen Universalmuseum - zumindest theoretisch - synchron und gleichberechtigt. Bei der Menge der existierenden Bilder ist die menschliche Wahrnehmung damit allerdings völlig überfordert. Wie soll man in diesem unendlichen Datenkosmos also das finden, was man sucht? Hilfe bieten hier die Suchmaschinen. Die Bilder und Links erhalten eine Abfolge, werden gewichtet. Die Bestimmung der Bedeutung erfolgt also über den Sortieralgorithmus der Suchmaschine. Der Marktanteil von Google in Deutschland lag 2009 bei ca. 85-90 %. Wie das Google-Ranking genau zustande kommt, ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse. Das bedeutet, das Museum verliert an dieser Stelle die Deutungshoheit.</p>
<p>Kontrollverlust, Verlust der Deutungshoheit - das klingt erst einmal danach, als sollten Museen und Kultureinrichtungen das Internet meiden wie der Teufel das Weihwasser.</p>
<p>Mitnichten.</p>
<p>Betritt man die terra incognita also erneut, kann man ein durchgehendes Summen vernehmen. Kommt man näher, stellt man fest, dass ein Großteil des Summens aus Gesprächen besteht. Es sind Gespräche zwischen Menschen, die im Internet miteinander kommunizieren. Sie tauschen Wissen, Bilder, Gedanken miteinander, machen sich auf andere Gespräche aufmerksam. Hier trifft man auf Menschen, die sich gegenseitig inspirieren können.</p>
<p>Tritt man nun ein wenig näher, kann man an diesen Gesprächen teilnehmen, andere sogar zum Gespräch einladen.</p>
<p>Die Internetwelt hat sich gewandelt. Internetpräsenzen von Unternehmen, Museen, Verbänden als Aushänge- und Reklameschilder im digitalen Kosmos verlieren zunehmend an Bedeutung. Heute kann jeder, der es möchte, im Internet Inhalte lesen oder auch selbst aktiv Inhalte erzeugen und im Internet veröffentlichen. Mit Links lassen sich beliebige Verknüpfungen herstellen. Der Link wird zu einem kreativen Element, schafft eine inhaltliche Verbindung, die vielleicht zuvor so nicht existiert hat. Oder er leitet weiter, wo die eigene Kompetenz endet. So wie es Jeff Jarvis, der amerikanische Journalist, Professor an der New York University und Blogger auf Buzzmachine.com, formulierte: „do what you do best and link to the rest.&#8221; Mit zunehmender Teilnahme und Verknüpfung entstehen persönliche und thematische Netzwerke, die keine geographische Grenze mehr kennen.</p>
<p><strong>4       Die Gesprächskultur</strong></p>
<p>Das griechische <em>museion</em> bedeutet soviel wie „der Sitz der Musen&#8221;, das lateinische <em>museum</em> steht für „Ort der gelehrten Betätigung&#8221;. Inspiration, das gelehrte Gespräch, die Freude beim Anblick eines Kunstwerkes sind Merkmale und integrale Bestandteile eines Museums. Es finden Dialoge statt zwischen Betrachter und Kunstwerk, zwischen Besucher und Museum.</p>
<p>„Märkte sind Gespräche&#8221; stellte schon 1999 das wegweisende Cluetrain Manifest<a name="_ftnref8" href="#_ftn8">[8]</a> als Ausgangsthese auf. Diese Gespräche auch in der digitalen Welt zu suchen und zu führen, wird die wichtige Herausforderung für Kulturinstitutionen sein. Bislang sind die meisten Museen zwar im Internet vertreten, aber - mit wenigen Ausnahmen - sie gestalten hier nicht.</p>
<p>Museen brauchen ein wiedererkennbares und authentisches Profil, um offline und online eine wichtige Rolle zu spielen und die digitale Realität mitzuorganisieren. Museen müssen also das „echte&#8221; Gespräch suchen und es mit einer „echten&#8221; Stimme führen.</p>
<p>Einige Beispiele zeigen, wie Gesprächangebote aussehen können:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Das Fachgespräch</span></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/museenkoeln-impressionismus.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2473" title="museenkoeln-impressionismus" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/museenkoeln-impressionismus-300x138.jpg" alt="" width="300" height="138" /></a></p>
<p>Von 2005 bis 2009 führten das Wallraf-Richartz-Museum &amp; Fondation Corboud gemeinsam mit der Fachhochschule Köln, Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft das Forschungsprojekt „Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus&#8221; durch. Die detaillierten Ergebnisse wurden im Internet veröffentlicht.<a name="_ftnref9" href="#_ftn9">[9]</a></p>
<p>Die Dimensionen einer wissenschaftlichen Plattform zu einem Forschungsgebiet lassen sich an dieser Stelle schon sehr gut erkennen: Es können Informationen aus verschiedenen Museen, Sammlungen aus aller Welt zusammengefügt und abgefragt werden. Spezialisierte, interdisziplinäre, wachsende Wissensplattformen können entstehen und den wissenschaftlichen Austausch intensivieren.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--><span style="text-decoration: underline;">Das kultivierte Gespräch</span></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/peter-paul-rubens.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2474" title="peter-paul-rubens" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/peter-paul-rubens-300x165.jpg" alt="" width="300" height="165" /></a></p>
<p>Zur diesjährigen Rubens-Ausstellung in der Alten Pinakothek in München ließ man Peter Paul Rubens wieder auferstehen und über den Microbloggingdienst <em>twitter</em> den Meisters selbst zu seinem Leben und Werk in 140-Zeichen-Tweets berichten.<a name="_ftnref10" href="#_ftn10">[10]</a> Neben den Informationen zu Rubens konnten hier auch spezielle Termine und Führungen veröffentlicht werden. Alte Pinakothek und Alte Meister konnten neue Kanäle nutzen und neues Interesse wecken.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--><span style="text-decoration: underline;">Das sichtbare Gespräch</span></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/stadel-blog-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2475" title="stadel-blog-2" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/stadel-blog-2-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /></a></p>
<p>Das Städel Museum in Frankfurt nutzt derzeit seinen Blog,<a name="_ftnref11" href="#_ftn11">[11]</a> um Videos zu Kunstwerken zu veröffentlichen, die während der Umbauphase ins Depot ausgelagert werden müssen. So wird aus dem Fehlen eines Bildes in der öffentlichen Sammlung ein Mehrwert und die Aufmerksamkeit für das nun fehlende Bild erhöht.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/tate-channel.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2476" title="tate-channel" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/tate-channel-300x149.jpg" alt="" width="300" height="149" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>Die Tate in London verfolgt eine umfangreiche Online-Strategie, die wiederum vollständig online zu lesen ist. So bietet sie u.a. in ihrem eigenen Video-Channel<a name="_ftnref12" href="#_ftn12">[12]</a> ein ganzes Programm an Videos zu Kunst und Künstlern an. Die Videos lassen sich nicht nur direkt anschauen, man kann sie auch per facebook, twitter und E-Mail weiterempfehlen oder sogar auf die eigene Website, in das eigene Blog einbetten. Das multipliziert die Reichweite und die Tate hat eine weitere Attraktion.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--><span style="text-decoration: underline;">Gespräche auf facebook</span></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/moma-facebook.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2477" title="moma-facebook" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/moma-facebook-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Das Museum of Modern Art in New York verzeichnet auf seiner facebook-Seite knapp 300.000 Fans.<a name="_ftnref13" href="#_ftn13">[13]</a> Wie bei einem riesigen Klassentreffen erfahren die Freunde des MoMA alles Neue und können sich erkundigen, austauschen, kommentieren, Videos ansehen. In den USA verzeichnet facebook zeitweise mehr Besuche/Visits als Google.<a name="_ftnref14" href="#_ftn14">[14]</a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--><span style="text-decoration: underline;">Gespräche zum Mitnehmen</span></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/nrw-forum.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2478" title="nrw-forum" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/nrw-forum-300x157.jpg" alt="" width="300" height="157" /></a></p>
<p>Eine ganz neue Dimension eröffnen auch Applications oder kurz Apps für Smartphones. Diese kleinen Anwendungsprogramme erfüllen ganz vielfältige Funktionen. Haben sie eine dialogische Komponente, lassen sich Multimedia-Guides mit Share-Funktionen und Geolocation-Services kombinieren. Der Kontakt zum Museum ist von überall mobil möglich. Welche Ausstellung gerade läuft, wie ich den Weg zum Museum von meinem derzeitigen Standort finde, welche Angebote gibt es im Shop, im Museumscafé - all diese Informationen kann ich per App direkt von meinem Smartphone abrufen. Das NRW-Forum in Düsseldorf hat in Deutschland mit einer eigenen App den Anfang gemacht.<a name="_ftnref15" href="#_ftn15">[15]</a> In Frankreich gibt es mit CultureCliq schon eine Application, die frankreichweit 1.300 Museen verzeichnet und zeigen kann, wo in der Nähe welche Ausstellungen laufen.</p>
<p align="center">
<p><strong>5       Ars ex machina - die Kunst als Erscheinungswunder</strong></p>
<div id="attachment_2479" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Tribuna_of_the_Uffizi_%281772-78%29;_Zoffany,_Johann.jpg"><img class="size-medium wp-image-2479" title="the_tribuna_of_the_uffizi_1772-78_zoffany_johann" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/the_tribuna_of_the_uffizi_1772-78_zoffany_johann-300x242.jpg" alt="Johann Zoffany, Die Tribuna der Uffizien, 1773" width="300" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">Johann Zoffany, Die Tribuna der Uffizien, 1773</p></div>
<p>In der digitalen Welt entstehen wie in der Foucault&#8217;schen Archäologie „Systeme der Gleichzeitigkeit&#8221;.<a name="_ftnref16" href="#_ftn16">[16]</a> Die historisch geprägte Ordnung ist an dieser Stelle erst einmal außer Kraft gesetzt. Das bedeutet eine Öffnung alter Strukturen und bietet weite Spielräume zur Neubetrachtung. Diesen Raum sollten Museen und Kulturinstitutionen zur wissenden Gestaltung nutzen. Gespräche führen heißt hier auch Fachwissen und Deutungen anbieten. Im Zeitalter der Suchmaschinen wird die Quellenkritik zu einer zentralen Aufgabe, um Relevantes von Irrelevantem zu unterscheiden.</p>
<p>Kommunizieren heißt Gespräche anbieten und zuhören. Social Media sind Ausdruck und Instrument dieses Kulturwandels. Das weltweit größte Social Network facebook hat derzeit über 300 Millionen User.<a name="_ftnref17" href="#_ftn17">[17]</a> Monat für Monat besuchen in Deutschland etwa 2,5 Millionen Besucher twitter.<a name="_ftnref18" href="#_ftn18">[18]</a> Hier hört der virtuelle Betrachter und Besucher auf, reiner Konsument zu sein. Er trägt bei und äußert sich, spricht Empfehlungen aus. Er wird zum „Prosumenten&#8221; - wie er im Slow-Media-Manifest bezeichnet wird -, also zu einem Gegenüber, das selbstbestimmt konsumiert und aktiv produziert.<a name="_ftnref19" href="#_ftn19">[19]</a> Seine Aufmerksamkeit, seine Äußerungen, sein Verhalten wird den Präsenzbestand und die Ausstellungspraxis der Museen beeinflussen und bereichern.</p>
<p>Digitale Medien ersetzen nicht die Begegnung zwischen Menschen in der physischen Welt und auch nicht die Begegnung von Mensch und Kunstwerk im auratischen Raum des Museums. Es ist egal, wie viel millionenhaft die Mona Lisa digital verfügbar ist - die Menschen werden nicht aufhören, ihr auch real von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten zu wollen.</p>
<p>Digitale Medien stehen hier nicht in Konkurrenz. Sie sind etwas zusätzlich Bereicherndes, das auf seine ganz eigene Weise inspirieren kann. Social Media sind Orte, die Begegnungen ermöglichen, Begegnungen zwischen Menschen und Begegnungen von Mensch und Kunst. Sie bieten die Möglichkeit der Gestaltung, der Wertung und Gewichtung in einem ansonsten erst einmal wertfreien digitalen Raum. Und diesen Gestaltungsraum gilt es, zu entdecken und kommunikativ zu nutzen.</p>
<p>Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.</p>
<hr size="1" /><a name="_ftn1" href="#_ftnref1">[1]</a> http://www.das-neue-staedel.de/?s=struth [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn2" href="#_ftnref2">[2]</a> Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Frankfurt am Main 1963. Der Aufsatz entstand 1935/36.</p>
<p><a name="_ftn3" href="#_ftnref3">[3]</a> Jonathan Crary, Techniken des Betrachters. Sehen und Moderne im 19. Jahrhundert, Dresden, Basel 1996. Das amerikanische Original erschien 1990. S. 12f. „Welche Beziehung besteht zwischen der entmaterialisierten digitalen Bildwelt der Gegenwart und dem sogenannten Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit? [...] Auf welche Weise gerät die Subjektivität in die ungesicherte Position, Schnittstelle zwischen rationalisierten Austauschsystemen und Informationsnetzen zu sein?&#8221;</p>
<p><a name="_ftn4" href="#_ftnref4">[4]</a> Krystof Pomian, Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln, Berlin 1988, S. 50.</p>
<p><a name="_ftn5" href="#_ftnref5">[5]</a> Giorgio Vasari, Lebensläufe der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten, Zürich 1989, S. 330.</p>
<p><a name="_ftn6" href="#_ftnref6">[6]</a> http://images.google.de/images?q=mona%20lisa&amp;oe=utf-8&amp;client=firefox-a&amp;rlz=1R1GGGL_de___DE355&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;hl=de&amp;tab=wi [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn7" href="#_ftnref7">[7]</a> http://www.noows.de/louvre&#8212;jeder-will-die-mona-lisa-sehen-7638 [Zugriff 12. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn8" href="#_ftnref8">[8]</a> http://www.cluetrain.de/ [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn9" href="#_ftnref9">[9]</a> www.museenkoeln.de/impressionismus [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn10" href="#_ftnref10">[10]</a> http://twitter.com/rubens_in_muc [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn11" href="#_ftnref11">[11]</a> http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=698 [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn12" href="#_ftnref12">[12]</a> http://channel.tate.org.uk [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn13" href="#_ftnref13">[13]</a> http://www.facebook.com/MuseumofModernArt#!/MuseumofModernArt?v=wall [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn14" href="#_ftnref14">[14]</a> http://www.golem.de/1003/73891.html [Zugriff 17. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn15" href="#_ftnref15">[15]</a> http://www.nrw-forum.de/iphone_app [Zugriff 18. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn16" href="#_ftnref16">[16]</a> Michel Foucault, Die Ordnung der Dinge, Frankfurt am Main 1974, S. 26.</p>
<p><a name="_ftn17" href="#_ftnref17">[17]</a> http://techcrunch.com/2009/09/15/facebook-crosses-300-million-users-oh-yeah-and-their-cash-flow-just-went-positive/ [Zugriff 17. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn18" href="#_ftnref18">[18]</a> http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/09/15/twitter-bleibt-auf-kurs-20-prozent-zuwachs-in-deutschand.aspx [Zugriff 17. März 2010]</p>
<p><a name="_ftn19" href="#_ftnref19">[19]</a> http://www.slow-media.net/manifest [Zugriff 4. Mai 2010]</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.text-raum.de/zweiraum/ars-ex-machina-%e2%88%92-museen-kunst-und-web-20/feed</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Avantgarden, Halbwertszeiten und eine hochgezogene Augenbraue</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 22:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Anfang Mai war ich auf einer Tagung in Lüttich, im französischsprachigen Belgien. Tagungsthema war „Alternde Avantgarden - Poetik und Politik des Alterns in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur&#8221; [pdf]. Auf Einladung des „Centre d&#8217;études allemandes&#8221; der Universität Lüttich hielt ich einen Vortrag über die Halbwertszeit digitaler Zukünftsentwürfe und die Geschwindigkeit, mit der Manifeste altern. Neben so schönen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Mai war ich auf einer Tagung in Lüttich, im französischsprachigen Belgien. Tagungsthema war „Alternde Avantgarden - Poetik und Politik des Alterns in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur&#8221; [<a href="http://www.cea.ulg.ac.be/Prog_AltAva.pdf">pdf</a>]. Auf Einladung des „Centre d&#8217;études allemandes&#8221; der Universität Lüttich hielt ich einen Vortrag über die Halbwertszeit digitaler Zukünftsentwürfe und die Geschwindigkeit, mit der Manifeste altern. Neben so schönen Eindrücken wie dem Besuch des letztes <a href="http://twitpic.com/1me8an">Café Chantant</a> Belgiens und ausnehmend angenehmen Gesprächen bin ich mit einem Bündel an Anregungen und Zu-Lesendem zurückgekommen. Susan Sontags „Notes on Camp&#8221;, „Loslabern&#8221; von Rainald Goetz, Diederichsen - um nur einige Vorhaben zu nennen.</p>
<p><span id="more-2370"></span></p>
<p>Avantgarde, das ist immer „Avantgarde&#8221;, sagte Moritz <a href="http://www.uni-muenster.de/Germanistik/Lehrende/bassler_m/index.html">Baßler</a>, Professor an der Universität in Münster in Anlehnung an den „Camp&#8221;-Begriff. Und das ist auch das Schöne, dass der Begriff „Avantgarde&#8221; in jedem Kontext und aus jedem Blickwinkel neu gesehen werden kann und auch muss. Baßler zeigte - mit den Beatles beginnend - Phänomene auf, die sich als synchrone Massen-Avantgarde verstehen lassen. Ganz im Gegensatz zu Wassily Kandinskis These der pyramidenförmigen Entwicklung der Kultur, an deren Spitze einsam der erleuchtete Künstler steht. Oder vielmehr: Als nebengeordnete Avantgarde-Erscheinungsform, als eine von vielen Varianten in den „Foyers de la Culture&#8221;.</p>
<p>Torsten Casimir -  Chefredakteur des Börsenblattes -, in dessen Brust ein analoges und ein digitales Herz schlagen, ist selbst zu „jung für den ewigen analogen Frieden&#8221;. Er sprach über das „Best-Before-Datum&#8221; der eigenen Modelle, auf das die ältere Generation der Verlagsleiter mit Beklemmung schaut und über das digitalisierungsgetriebene „Altern der Prozesse&#8221; im Verlagswesen, das sich nun neue (Vertriebs-)Wege erschließen muss. Und auch hier stellt sich die Frage: Wo ist vorne? Wo geht es hin? Casimir setzt auf avantgardistische Alte, die neue Konzepte für bewährte Medien schaffen und auf einen „Salto immortale des Buches&#8221;.</p>
<p>Ein Gewinn waren alle Vorträge. Schade um die, die mir entgangen sind, wie der Eingangsvortrag der auf ihre unnachahmliche Art brillanten Tagungsleiterin Alexandra Pontzen, Professorin an der Universität Lüttich.</p>
<p>Hier einige Auszüge aus der Sprechfassung meines Vortrags am 8. Mai 2010:</p>
<p>+ + + + + + ++ +</p>
<p>Alternde Avantgarden - Poetik und Politik des Alterns in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur</p>
<p>Internationale Tagung 6. - 8. Mai 2010</p>
<p>Centre d&#8217;études allemandes CEA</p>
<p>Universität Lüttich  Belgien</p>
<p>+ + + + +</p>
<p><strong>Visionen von gestern und morgen - wie schnell altern Manifeste?<br />
Zur Halbwertszeit digitaler Zukunftsentwürfe von Cluetrain bis Slow Media </strong></p>
<p>Sabria David</p>
<p>+ + + + +</p>
<p><!--[if !mso]> <mce:style><!  v\:* {behavior:url(#default#VML);} o\:* {behavior:url(#default#VML);} w\:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} --> <!--[endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21         false   false   false                             MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--><!--  --><!--[if gte mso 10]> <mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} --> <!--[endif]--></p>
<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren,</p>
<p>[...]</p>
<p>ich spreche heute zu Ihnen als die Vertreterin zweiter Welten: Der NORMALEN Welt und der DIGITALEN Welt.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/the_earth_seen_from_apollo_17.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2373" title="the_earth_seen_from_apollo_17" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/the_earth_seen_from_apollo_17-299x300.jpg" alt="" width="299" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #999999;">The Earth seen from Apollo 17 (Wikipedia)</span><a name="_ftnref1" href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p>Vertreterin der normalen Welt bin ich, weil ich bis vor kurzem wie die meisten das Internet in erster Linie als Recherchequelle und Visitenkarte genutzt und damit auch sehr gut gelebt und gearbeitet habe.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/internet_map_1024.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2374" title="internet_map_1024" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/internet_map_1024-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #999999;">Visualisierung der verschiedenen Routen durch Teile des Internets</span><a name="_ftnref2" href="#_ftn2"><span style="color: #c0c0c0;">[</span>2]</a></p>
<p>Als Vertreterin der digitalen Welt stehe ich vor Ihnen, weil ich dann doch wissen wollte, was da im Netz passiert. Nennen Sie es eine déformation professionelle, nennen Sie es Neugierde oder die Angst, etwas zu verpassen. Jedenfalls wollte ich wissen, ob und in welchen Kontexten diese neuen Kommunikationswerkzeuge taugen.</p>
<p>Und ich muss sagen: Seit ich diese unangenehme Anfangsschwelle überwunden habe (die, bei der man täglich das Gefühl hat, hinterm Mond zu leben), ist es eine wirkliche Bereicherung, den digitalen Kontinent zu entdecken.</p>
<p><em>Gibt es eine Digitale Avantgarde?</em></p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Digitalen wird meist von den „neuen Medien&#8221; gesprochen. Doch wie neu sind diese Medien eigentlich wirklich? Auf meine Frage danach, wie alt denn das Internet sei, bekomme ich die Antwort, dass - je nachdem wie man es deutet -1962 (Entwicklung des „Arpanet&#8221;) bzw. 1969 (dessen Nachfolger „Internet&#8221;) als das Geburtsjahr zu gelten hat.</p>
<blockquote><p>Es sollte ein dezentrales Netzwerk geschaffen werden, das unterschiedliche US-amerikanische Universitäten, die für das Verteidigungsministerium forschten, miteinander verband. Das damals revolutionäre dezentrale Konzept enthielt schon die grundlegenden Aspekte des heutigen Internets. [...] Das Arpanet sorgte für eine einheitliche Möglichkeit, über weite Strecken zu kommunizieren, so wie es heute alltäglich ist. [...]&#8220;</p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Wikipedia-Eintrag „Arpanet&#8221;</span><a name="_ftnref3" href="#_ftn3">[3]</a></p>
<p>Das Internet ist damit sowohl militärischen wie akademischen Ursprungs. Es ist ungefähr so alt wie ich und schon auf dem besten Wege erwachsen zu werden. Blutjung ist es jedenfalls nicht mehr.</p>
<p>Trotz seiner über 40 Jahre jedoch provoziert das Internet die Gesellschaft wie kaum etwas anderes.</p>
<p>Es ist vor allem ein bestimmter Teil der digitalen Welt, der in der Gesellschaft Irritation auslöst: diejenige Gruppe der Internetnutzer, die das Internet nicht nur rezeptiv (also wie ein Telefonbuch oder eine Visitenkarte) nutzen, sondern die sich in ihr als einem <em>Schaffens- und Lebensraum</em> bewegt. Ich möchte diesen Bereich der digitalen Welt den <em>„digitalen Kulturraum&#8221;</em> nennen. Er besteht aus Menschen, die im Internet arbeiten, ins Internet schreiben („bloggen&#8221;) und im Internet Gespräche führen.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass dieser digitale Kulturraum sich selbst tatsächlich als Avantgarde versteht. Aber er wird als solche wahrgenommen. Genauer: Er wird von außen als eine Gruppe wahrgenommen, die für sich selbst in Anspruch nimmt, Avantgarde zu sein. Und damit die anderen - die Bewohner der normalen Welt - zu Zurückgebliebenen macht.</p>
<p>Ich wollte das genauer wissen, und habe ein paar der üblichen Verdächtigen gefragt<a name="_ftnref4" href="#_ftn4">[4]</a>, ob sie sich selbst als Avantgarde bezeichnen - oder ob das andere über sie sagen.</p>
<p>Hier sind einige der Antworten:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/plomlompom-antwort.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2376" title="plomlompom-antwort" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/plomlompom-antwort.jpg" alt="" width="466" height="68" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Christian Heller, ein sehr junger Futurologe</span></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/kathrinpassig-antwort.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2377" title="kathrinpassig-antwort" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/kathrinpassig-antwort.jpg" alt="" width="468" height="71" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Kathrin Passig, Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2006</span></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/picki-antwort.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2378" title="picki-antwort" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/picki-antwort.jpg" alt="" width="463" height="62" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Martina Pickhardt, Beraterin, Gründerin</span></p>
<p align="right">
<p align="right">
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/johnny-haeusler-antwort.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2380" title="johnny-haeusler-antwort" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/johnny-haeusler-antwort.jpg" alt="" width="458" height="75" /></a></p>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Johnny Haeusler, Grimme-Online-Preisträger 2006, Gründer des Blogs „Spreeblick&#8221;</span></p>
<p align="right">
<p>Das klingt anders, wenn in konventionellen Medien von eben diesen Menschen die Rede ist. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die der Blogosphäre in inniger Hassliebe verbunden ist, titelt mit „Verschworener Haufen: Die Blogger-Elite in Berlin&#8221;. Und anlässlich der Konferenz re:publica vor drei Wochen kündigte sie ein dreiseitiges Dossier über die Deutschen Blogger auf der Titelseite folgendermaßen an:</p>
<blockquote><p><a name="_ftnref5" href="#_ftn5"></a></p></blockquote>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/ueberholt-i.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2382" title="ueberholt-i" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/ueberholt-i-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<blockquote><p>Lange hielten sich die Blogger für die Avantgarde im Internet. Mit  dieser Rolle waren sie so beschäftigt, dass sie gar nicht merkten, wie  die Zeit sie überholt.<a name="_ftnref5" href="#_ftn5">[5]</a></p></blockquote>
<p>Damit wären die Blogger als <em>überholte</em> Avantgarde bereits jetzt die Prototypen dieses Tagungsthemas, der <em>alternden</em> Avantgarde (so schnell altert man nicht einmal im Internet).</p>
<p>Das mit „Deutsche Blogger&#8221; betitelte Dossier enthält vernichtende Urteile wie dieses:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/dtsch-blogger-mit-bu.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2383" title="dtsch-blogger-mit-bu" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/dtsch-blogger-mit-bu-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<blockquote><p>Jörg Wittkewitz bloggt unter digitalpublic. Obwohl er sich hauptsächlich damit beschäftigt, ist sein Blog eher unbedeutend.</p></blockquote>
<p>Man hüte sich, das als reinen Generationenkonflikt zu lesen, der zwischen erfahrenen Erwachsenen (print) und pubertierenden Halbstarken (online) stattfindet. In besagtem FAZ-Dossier berichtet Marcus Jauer (nach Aussage der FAZ-Autorenseite: Jahrgang 1974<a name="_ftnref6" href="#_ftn6">[6]</a>) über den Blogger Johnny Haeusler (nach eigener Aussage: „Mitte 40 und Familienvater&#8221;, also rund 10 Jahre älter). Wo genau liegen da die Frontverläufe?</p>
<p>Die klassische Print-Presse nimmt für sich in Anspruch, für die normale Welt zu sprechen. Wir dürfen also davon ausgehen, dass das von ihr verwendete Vokabular der vermuteten Mehrheitsmeinung entspricht: Da ist von „Netzutopisten&#8221;<a name="_ftnref7" href="#_ftn7">[7]</a> (Zeit, FAZ) die Rede, von „Evangelisten&#8221;<a name="_ftnref8" href="#_ftn8">[8]</a> (Welt), von „Netzapologeten&#8221;<a name="_ftnref9" href="#_ftn9">[9]</a> (Zeit), Mathias Döpfner spricht gar von „Web-Kommunisten&#8221; („abstruse Fantasien von spätideologisch verirrten Web-Kommunisten&#8221;)<a name="_ftnref10" href="#_ftn10">[10]</a>.</p>
<p>Flankiert wird diese Terminologie zumeist von Kultur-Untergangsszenarien, in denen die Werke von Künstlern, Autoren und Journalisten ausgeschlachtet und im Rahmen einer webkultischen Handlung als Opfergabe der Netzgemeinde - kostenfrei - zum Fraß vorgeworfen werden.</p>
<p>Gibt es also eine digitale Avantgarde?</p>
<p>Ich halte das Label „Avantgarde&#8221; für eine Zuschreibung von außen. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen der eigenen Position und der Position der vermeintlichen „Mehrheit&#8221;. Avantgarde, das sind „die anderen&#8221;.</p>
<p>Die Differenz an sich ist von der so apostrophierten Avantgardeszene nicht per se gewünscht. Im Gegenteil sehe ich einige Bemühungen, diese Differenz zu verkleinern; sehe das Bedürfnis, sich zu erklären und täglich wieder das entrüstete (also im Grunde: enttäuschte) Weiterleiten von Artikeln, die belegen, dass man schon wieder gründlich missverstanden wurde.</p>
<p align="right"><span style="color: #999999;"><span style="text-decoration: underline;">Exkurs</span>:</span> Diese Art des Selbstverständnisses als Vorhut, die vorausgeht, trifft - in technologischer Hinsicht - eher auf die Gruppe der „Early Adopters&#8221; zu. Deren Selbstverständnis lautet: jedes „next shiny toy&#8221; (Google Buzz, Wave, Foursquare, Flattr) als erstes auszuprobieren und dann zum nächsten Neuen weiterzuziehen. Sie ziehen gemeinsam wie Techniknomaden weiter und fangen jeweils gemeinsam bei Null an (vgl. Beitrag Benedikt Köhler<a name="_ftnref11" href="#_ftn11">[11]</a>).</p>
<p><em>Wie reagiert die Gesellschaft auf Visionäre oder solche, die sich dafür halten?</em></p>
<p>Nehmen wir als Beispiel den 1980 verstorbenen kanadischen Philosophen und Medientheoretiker Marshall McLuhan. Von ihm können wir in der Rückschau sagen, dass er definitiv visionär war. Er beschrieb schon 1962 - im Geburtsjahr des Arpanet - den Einfluss des elektrischen Zeitalters auf die Literalität. Er sagte ein Wiedererwachen der <a href="http://www.text-raum.de/zweiraum/die-genese-offener-werke">Oralität</a><a name="_ftnref12" href="#_ftn12">[12]</a>, eine Retribalisierung und das Ende der Gutenberg Galaxie vorher. Alle Veränderungen, die durch das Web 2.0 - das sogenannte „Mitmachweb&#8221; - in diesem Augenblick vor sich gehen, sind dort schon exakt angelegt (inklusive dem Aneinadergeraten verschiedener kultureller Muster). Wie Marshall McLuhan damals begegnet wurde, sehen wir in einer Videoaufzeichnung<a name="_ftnref13" href="#_ftn13">[13]</a> einer zeitgenössischen Fernsehsendung über ihn.</p>
<p>Der Moderator führt Marshall McLuhan ein als - Zitat - „Poet, Philosopher, Prophet, Oracle of the Electric Age&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/oracle-of-the-electric-age.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2384" title="oracle-of-the-electric-age" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/oracle-of-the-electric-age-300x206.jpg" alt="" width="332" height="227" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><span style="color: #999999;">min 2:47</span></p>
<p>Dann fügt der Moderator hinzu: &#8220;But almost everyone agrees, noone can make sense out of more than 10 % of what McLuhan has to say.&#8221; Und es braucht keine 15 Sekunden, bis das Gesicht des Moderators folgenden Ausdruck annimmt:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/mcluhan-hochgezogene-augenbraue.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2385" title="mcluhan-hochgezogene-augenbraue" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/mcluhan-hochgezogene-augenbraue-300x208.jpg" alt="" width="360" height="247" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><span style="color: #999999;">min 3:02</span></p>
<p>Sein Körper spricht aus, wie mit diesen vermeintlichen Avantgardisten umgegangen wird: Leicht zurückgeneigte, distanzierte Haltung, spöttisch-ironisch hochgezogene Augenbraue, die spitzen Finger sind ihm geradezu anzusehen.</p>
<p>Und der Avantgardist? Celui, qui marche en avant (wie es im Larousse von 1954 heißt) - wie reagiert er? Wir sehen es an der nächsten Einstellung, in der McLuhan von einem Interviewer kaum wertneutral folgendes gefragt wird: &#8220;What kind of message are you trying to get across?&#8221;:</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/what-kind-of-message-are-you-trying.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2387" title="what-kind-of-message-are-you-trying" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/what-kind-of-message-are-you-trying-300x208.jpg" alt="" width="334" height="231" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><span style="color: #999999;">min 3:05</span></p>
<p>Der Arme. Genervt, unwirsch zieht er an seiner Zigarette, bevor er dem Interviewer überraschend höflich den Paradigmenwechsel vom „literate man&#8221; zum „electric man&#8221; darlegt und dies an Hand von James Joyce&#8217;s Finnegans Wake (1939) belegt. 1.000 mal wohl wird er es schon erklärt haben, und trotzdem versteht ihn immer noch keiner. How can you get your message across? - diese  Grundfrage stellt sich wohl allen, die etwas zu sagen haben, das - noch - nicht der Mehrheitsmeinung entspricht.</p>
<p><em>Manifeste aus dem digitalen Kulturraum</em></p>
<p>Vielleicht sind deshalb Avantgarden gerne flankiert von Manifesten. Vielleicht sind Manifeste der Versuch, diese Distanz zu überbrücken. It&#8217;s a way to get your message across. Ein Manifest ist eine Art, sich zu Wort zu melden und das Gespräch - oder auch die Auseinandersetzung - zu suchen.</p>
<p>Natürlich passt das Schreiben von Manifesten genau in das Bild einer digitalen Avantgarde. Und in der Tat, das Schreiben von Manifesten ist auf dem digitalen Kontinent beliebt.</p>
<p>Doch während die Manifeste der klassischen Avantgarde die anarchistische Tat preisen, „die angriffslustige Bewegung, die fiebrige Schlaflosigkeit, den Laufschritt, den Salto mortale, die Ohrfeige und den Faustschlag&#8221;<a name="_ftnref14" href="#_ftn14">[14]</a> oder zumindest die Vereinigung aller Arbeiter Europas fordern, nehmen sich im Vergleich dazu die Manifeste des digitalen Kulturraums geradezu brav und bescheiden aus.</p>
<blockquote><p>Von Italien aus schleudern wir unser Manifest voll mitreißender und zündender Heftigkeit in die Welt, mit dem wir heute den <em>Futurismus</em> gründen, denn wir wollen dieses Land vom Krebsgeschwür der Professoren, Archäologen, Fremdenführer und Antiquare befreien.</p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Das futuristische Manifest, F.T. Marinetti, 1909</span><a name="_ftnref15" href="#_ftn15">[15]</a></p>
<p>Das Selbstverständnis ist hier übrigens tatsächlich das einer Avantgarde:</p>
<blockquote><p>Ein ungeheurer Stolz schwellte unsere Brust, denn wir fühlten, in dieser Stunde die einzigen Wachen und Aufrechten zu sein, wie stolze Leuchttürme oder vorgeschobene Wachtposten vor dem Heer der feindlichen Sterne, die aus ihren himmlischen Feldlagern herunterblickten.<a name="_ftnref16" href="#_ftn16">[16]</a></p></blockquote>
<p>Ein Manifest zu schreiben ist natürlich eine große Geste. Es ist eine Anmaßung, der man erst gerecht werden muss - und wehe, das gelingt einem nicht. Dann bleibt die große Geste ohne Antwort im Raum stehen, vor aller Augen. Fallhöhe garantiert. Eine ins Leere laufende große Ambition, die weithin als solche erkennbar ist, macht einen dann zu einem Fall für die <a href="http://www.litwiss-pontzen.de/welcome-peinlichkeit.html">Peinlichkeitsforschung</a>. Das Schreiben von Manifesten ist also ein gefährliches Terrain. Anmaßung unvermeidlich.</p>
<p>Schon dass ich das „Slow Media Manifest&#8221; im selben Atemzug mit dem „Cluetrain Manifest&#8221; nenne, ist natürlich eine Anmaßung. Denn Cluetrain war ein erwiesenermaßen visionäres Manifest.</p>
<p><em>Das Cluetrain Manifest </em></p>
<p>Das <a href="http://cluetrain.com/">Cluetrain Manifest</a><a name="_ftnref17" href="#_ftn17">[17]</a> ist 1999 erschienen, mitten in der Blüte der New Economy, die damals noch ein Dotcom-Boom und noch keine Dotcom-Blase war. Darin formulierten vier Amerikaner 95 Thesen über das neue Verhältnis von Unternehmen und ihren Kunden im Zeitalter des Internet. Das Manifest hatte einen komischen Namen, wurde auf einer nichtssagend aussehenden Website veröffentlich und ist dennoch - wie wir heute aus der Rückschau wissen - bahnbrechend und, ja, tatsächlich, visionär.</p>
<p>In der Vorrede heißt es zu den Online-Märkten:</p>
<blockquote><p>Vernetzte Märkte haben angefangen sich schneller selbst zu organisieren, als die Unternehmen, von denen sie bisher beliefert wurden. Dank des Webs sind Märkte besser informiert, werden intelligenter und fordernder hinsichtlich der Qualitäten, die den meisten Organisationen fehlen.</p></blockquote>
<p>Hier einige der 95 Thesen:</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<blockquote><p>1. Märkte sind Gespräche.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>3. Gespräche zwischen Menschen <em>klingen</em> menschlich. Sie werden mit einer menschlichen Stimme geführt.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>6. Das Internet ermöglicht Gespräche unter Menschen, die in den Zeiten der Massenmedien einfach nicht möglich waren.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>7. Hyperlinks untergraben Hierarchien.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>25. Unternehmen müssen ihren Elfenbeinturm verlassen und mit den Menschen sprechen, zu denen sie Beziehungen aufbauen wollen.</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p>95. Wir wachen auf und verbinden uns miteinander. Wir schauen, aber wir warten nicht.</p></blockquote>
<p>Die Erosion bisheriger Hierarchieverhältnisse, die subversive Kraft von Verbrauchern und Nutzern, die sich untereinander austauschen und Wissen teilen können und die Unmöglichkeit für Unternehmen wie bisher Informationsströme zu kontrollieren - all das ist hier schon angekündigt. Wobei der qualitative Wechsel nicht im Internet selbst besteht, sondern darin, über das Internet zu kommunizieren.</p>
<p>Das Cluetrain hat in den letzten 10 Jahren nicht an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil, es wird von Tag zu Tag aktueller. Die dort angekündigten Umwälzungen sind grade im vollen Gange und noch längst nicht beendet. Das Manifest wirkt über lange Zeit nach und wird immer relevanter (bis vermutlich irgendwann die Übergangsphase, von der es spricht, abgeschlossen sein wird).<br />
Das mit dem Manifest-Schreiben kann aber auch schief gehen, wie das Beispiel des &#8220;Internet-Manifestes&#8221; zeigt.</p>
<p><em>Das Internet-Manifest</em></p>
<p>Im Herbst 2009 schlossen sich 15 führende Internetpublizisten (Blogger, Journalisten, Autoren) zusammen, um der „normalen Welt&#8221; das Internet zu erklären. Sie schrieben gemeinsam das „<a href="http://internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a>&#8220;<a name="_ftnref18" href="#_ftn18">[18]</a> und stellten darin „17 Behauptungen&#8221; auf, „wie Journalismus heute funktioniert&#8221;. Darin beschreiben sie die Einflüsse des digitalen Wandels auf den Journalismus klassischer Prägung und auf seine Rolle als Gatekeeper.</p>
<p>Obwohl in diesem Manifest eigentlich nichts Ungewöhnliches oder wirklich Provokantes steht, geht irgendetwas schief. Zwar war die Aufmerksamkeit erwartetermaßen hoch, doch waren es vornehmlich Wellen der Entrüstung und Häme die hoch- und über den prominenten Vertretern der digitalen Welt zusammenschlugen. Stefan Niggemeier, einer der Autoren, erklärte sich keine vier Tage später mit einem fünf Seiten langen „nachgereichten Beipackzettel&#8221;<a name="_ftnref19" href="#_ftn19">[19]</a>.</p>
<blockquote><p>Wir haben [das Manifest] geschrieben, weil wir das Gefühl hatten, dass [es] geschrieben werden muss. Weil wir es nicht mehr ausgehalten haben, was die Verleger der Medien, für die wir oftmals arbeiten und auf die wir eigentlich auch in Zukunft nicht verzichten wollen, Woche für Woche für gefährlichen, himmelschreienden Unsinn über das Internet in die Welt posaunt haben.</p></blockquote>
<p>Und:</p>
<blockquote><p>Ich wollte versuchen - und ich glaube, den anderen ging es genau so - in der Debatte über die Zukunft des Journalismus einen Widerpart zu verankern, einen Punkt, auf den andere sich beziehen können, wenn wieder einmal von Lobbyisten irgendeine Erklärung in irgendeiner Stadt verabschiedet wird, in der sie zur Rettung des Publizierens auf Papier auffordern statt zur Rettung des Journalismus. Wenn wieder einmal jemand das Internet auf Diebe, Rufmörder, Kinderschänder reduziert.</p></blockquote>
<p>Was also ist da passiert? Die Verfasser des Internet-Manifests wollten sich und das Internet erklären. Damit haben sie aber die bestehenden Positionen des Grabenkampfes festgeschrieben und sind selbst zwischen die Fronten geraten.</p>
<p>Denn - zum einen - will die „normale Welt&#8221;, allen voran der Print-Journalismus, gar nicht unbedingt das Internet erklärt bekommen.</p>
<p>Bodo Hombach, der Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, antwortete harsch und watschte das Manifest als „Nebelkerze&#8221;<a name="_ftnref20" href="#_ftn20">[20]</a> ab:</p>
<blockquote><p>Wenn nur die Apostel der schönen neuen Welt nicht gleich mit Endzeit-Predigt und Weherufen antworten würden.</p></blockquote>
<p>Und</p>
<blockquote><p>Das Internet ist kein rechtsfreier Raum<a name="_ftnref21" href="#_ftn21">[21]</a>. Wenn dort Verbrechen geplant und durchgeführt werden, wenn skrupellose Drahtzieher das humane Genom der Gesellschaft attackieren, wenn vor allem auch schutzbedürftige Gruppen wie Kinder und Jugendliche den gemeinsten Gewaltphantasien ausgesetzt werden, dann ist die geforderte „unantastbare Freiheit&#8221; purer Zynismus.</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Sie sehen, da hat das Sich-Erklären nicht viel gebracht, denn Bodo Hombach reproduziert hiermit genau das, wogegen das Manifest laut Stefan Niggemeier angeschrieben hat („Wenn wieder einmal jemand das Internet auf Diebe, Rufmörder, Kinderschänder reduziert&#8221;).</p>
<p>Es ist nicht immer leicht mit dem Sich-Erklären.</p>
<p>Zum anderen - und dies ist die andere Front - wollte die digitale Gesellschaft gar nicht, dass eine Handvoll Alphablogger in ihrem Namen spricht, auch nicht für das hehre Ziel, der normalen Welt das Internet zu erklären. Sie empfand es als Anmaßung.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/was-macht-eigentlich-das-internetmanifest.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2389" title="was-macht-eigentlich-das-internetmanifest" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/was-macht-eigentlich-das-internetmanifest-300x255.jpg" alt="" width="332" height="282" /></a></p></blockquote>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Don Alphonso, Blogbar, 1.4. 2010</span><a name="_ftnref22" href="#_ftn22">[22]</a></p>
<p>Die wenig zimperliche Kritik des meinungsfreudigen Don Alphonso bezieht sich auf die große Geste, die ohne Widerhall im Leeren endet und auf die Anmaßung &#8220;sich als Elite auf[zu]spielen&#8221;. Wie verhält es sich also mit der Halbwertszeit des „Internet-Manifests&#8221;? Die Epochalität hat es wohl nicht einlösen können. Aber war diese überhaupt beabsichtigt? Die Manifest-Autoren wollten sich erklären und haben sich exponiert, um einen Referenzpunkt für eine gesellschaftliche Debatte zu setzen. Dies ist ihnen wohl gelungen, auch wenn sie selbst stärker im Sturm standen als erwartet.</p>
<p><em>Das Slow Media Manifest</em></p>
<p>Anfang des Jahres haben sich dann meine beiden Co-Autoren Benedikt Köhler, Jörg Blumtritt und ich uns auch mit einem Manifest ans Licht dieser Öffentlichkeit gewagt. Das <a href="http://www.slow-media.net/manifest">Slow Media Manifest</a> ist der Versuch, die bestehenden Fronten zurückzulassen und einen dritten Weg zu gehen. Wir schlagen vor, die Mediendebatte nicht mehr anhand der Mediendarreichungsform zu führen, sondern anhand einer noch zu schaffenden übergeordneten Kategorie. Wir nennen diese Kategorie „slow&#8221;, in Anlehnung an die Slow Food Bewegung, bei der es auch um Aufmerksamkeit bei der Wahl der Zutaten, um Konzentration in der Zubereitung und das genussvolle Teilen mit anderen geht. Slow Media zielen auf eine bestimmte Haltung, mit der Medien produziert und rezipiert werden. Wir möchten Medien nicht danach urteilen, welcher Seite sie angehören, der normalen Welt oder der digitalen Welt. Schließlich haben diese beiden Welten einander viel zu geben: Eine fundierte Quellenkritik wird gerade in der digitalen Welt immer wichtiger. Diskursivität und die Bereitschaft nicht nur zu senden, sondern auch zuzuhören, ist eine sehr inspirierende Bereicherung durch die digitale Welt, mit der sich die normale noch schwer tut.</p>
<p>Slow Media fragt nicht: Ist das Papier oder Pixel? Sondern: Was sagt es mir? Berührt es mich? Werde ich ernst genommen oder bevormundet? Will ich mit anderen darüber sprechen? Wie kann ich es einordnen? Hallt es nach oder verpufft die Wirkung? Macht es eine neue Perspektive möglich?</p>
<p>Den von uns im Manifest aufgestellten Kriterienkatalog entwickeln wir weiter, in dem wir auf dem <a href="http://www.slow-media.net/">slowmedia-Blog</a> praktische Beispiele vorstellen und untereinader und mit unseren Lesern besprechen: Was bedeutet Nachhaltigkeit für ein Printmagazin? Wie fördert eine Website mit Bachs Kantatenwerken das Gespräch? Was hat Heinrich von Kleist über Twitter geschrieben? Welche Analogien gibt es in einer digitalen Medienwelt zum gegenseitigen Vorlesen von Gedichten? Welchen Nachhall hat das babylonische Sprachgewirr in Zettels Traum? Mit wie vielen Freunden und Gläsern Wein ist das lesbar? In welchem Verhältnis stehen Perfektionismus und Spiel?</p>
<p>Wir haben das Manifest am 2. Januar diesen Jahres veröffentlicht und sind nahezu sofort von Reaktionen überrannt worden. Euphorische, kritische, hämische, verächtliche, interessierte, ablehnende, zustimmende. Das Manifest ist von französischen Lesern ins Französische übersetzt und dort rezipiert worden. Die französische Fassung haben Italiener gelesen und dann ins Italienische übersetzt. Das Manifest wird in Estland gelesen, in Mexico. Wir werden von dem norwegischen Rundfunk interviewt und auf Podiumsdiskussionen gefragt „Was soll der Scheiß überhaupt?&#8221;. Aber wir werden dies von Zuhörern gefragt, die bis zum Schluss bei der Diskussion dabeibleiben.</p>
<p>Natürlich ist auch unser Manifest eine Anmaßung, für manche eine kaum zu ertragen. Die hochgezogene Augenbraue des McLuhan-Moderators spüren wir durchaus auch.</p>
<blockquote><p>Das Aufstellen von Thesen im und zum Internet ist sehr beliebt, wobei man gerne auch staatstragend wird und das ganze dann Manifest nennt. Ein bisschen Martin Luther- und Karl Marx-Pathos schwingt da zwangsläufig mit.</p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Stefan Mey, Medien-Ökonomie-Blog</span><a name="_ftnref23" href="#_ftn23">[23]</a></p>
<blockquote><p>Erinnert sich noch einer an das internet-manifest.de? Natürlich nicht, daher bringen wir es ja an dieser Stelle in Ihre Erinnerung. Auf slow-media.net/manifest/ wird nun die nächste Sau durchs Dorf getrieben.</p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">hype2-Blog, o. A.</span><a name="_ftnref24" href="#_ftn24">[24]</a></p>
<blockquote><p>„Pseudointellektuelles Geschwurbel&#8221;</p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Dirk Kirchberg, HAZ</span><a name="_ftnref25" href="#_ftn25">[25]</a></p>
<p>Und schon am 5. Januar hat Marcus Bösch auf dem Weg zum Supermarkt selbst ein Manifest verfasst, um zu beweisen, dass das in 5 Minuten geht.</p>
<blockquote><p>Mein Manifest</p>
<p>Ich schreibe auch mal ein Manifest. Auf dem Telefon, auf dem Weg zum Supermarkt (Gurke, Joghurt &amp; Pfefferminztee).</p>
<p>[...]*okay, das hat 5 Minuten gedauert.<a name="_ftnref26" href="#_ftn26">[26]</a></p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Als Nachtrag zu seinem Blogbeitrag „Dieses Slow Media Manifest&#8221; (3. Januar 2010)</span><a name="_ftnref27" href="#_ftn27">[27]</a></p>
<p>Hal Faber auf Heise, sehr wohlfeil formuliert:</p>
<blockquote><p>Stattdessen fand sich nur ein schwachsinniges Slow Media Manifest, das daherkommt, als sei es auf dem Einwickelpapier von Manufactum gedruckt worden: &#8220;Slow Media sind auratisch&#8221;. Ja, es gibt sie noch, die gestelzten Dinge. Soll man sich wirklich über Schleichmedien freuen, die (These 2) &#8220;in fokussierter Wachheit mit Genuss konsumiert&#8221; werden? Dann doch lieber &#8220;zerstreut schlafen&#8221; und den Tam Tam der &#8220;Prosumenten&#8221; in Blogdorf verklingen lassen. <a name="_ftnref28" href="#_ftn28">[28]</a></p></blockquote>
<p>Und es gibt auch <a href="http://www.slow-media.net/echo">andere</a>:</p>
<blockquote><p>Seit Anfang des Jahres bekomme ich in wachsender Zahl Mails oder Tweets, in denen mir Kollegen, Bekannte, Freunde oder Geschäftspartner diesen link zum Slow Media Manifest <a title="Extern:  http://www.slow-media.net/manifest" href="http://www.slow-media.net/manifest" target="_blank">www.slow-media.net/manifest</a> schicken. Oft versehen mit Hinweisen wie „unbedingt lesen&#8221; oder „ich kann jeden Satz unterschreiben&#8221; oder „mir aus dem Herzen gesprochen&#8221;. [...] Nach dem dritten Mal las ich den Text dann ganz - noch immer weiß ich nicht so Recht, was ich davon halten soll.<a name="_ftnref29" href="#_ftn29">[29]</a></p></blockquote>
<p align="right"><span style="color: #999999;">Dirk Rumberg, Erfinder der SZ-Bibliothek</span></p>
<p>Vielleicht stimmt es, dass unser Manifest „eine handvoll recht offensichtlicher Erkenntnisse in Textform&#8221; ist.<a name="_ftnref30" href="#_ftn30">[30]</a> Vielleicht stimmt aber auch, was meine Co-Autoren sagen, und wir haben etwas manifest und damit greifbar gemacht, was in der Luft lag. Haben also implizites Wissen in explizites umgewandelt. In jedem Fall ist es ein laufendes Experiment, an dem nach wie vor gearbeitet wird.</p>
<p><em>Ausblick</em></p>
<p>Ist das Slow Media Manifest nun ein Stück Avantgarde oder „pseudointellektuelles Geschwurbel&#8221;? Das wird sich erst viel später in der Rückschau sagen lassen, wenn noch viele weitere Säue durchs Dorf getrieben sein werden. Ein Sturm weht vom Paradiese<a name="_ftnref31" href="#_ftn31">[31]</a> her und bläst uns unaufhaltsam weiter, aber in welche Richtung es geht, das wissen wir nicht.</p>
<p>Wer weiß, vielleicht können wir später dann, im Alter, in unseren Schaukelstühlen beruhigt mit unseren Häuptern nicken und sagen: Ja, das war damals wirklich sehr visionär von uns. Und uns dann selbst stolz zu den alternden Avantgarden zählen.</p>
<p>Andererseits: Wer weiß schon, wie es weiter geht? Es kann schließlich auch immer alles ganz anders kommen.</p>
<p><a href="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/you-have-reached-the-end-of-internet.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2390" title="you-have-reached-the-end-of-internet" src="http://www.text-raum.de/wp-content/uploads/2010/05/you-have-reached-the-end-of-internet-300x179.jpg" alt="" width="418" height="248" /></a></p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]--></p>
<p><a name="_ftnref32" href="#_ftn32">[32]</a></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>+ + + +</p>
<p><strong>Zugabe:</strong></p>
<p><em> </em></p>
<p>Die Digitale Bohème singt Bohemian Rhapsody auf dem Blogger-Kongress und pfeift auf den Twitter-Gründer Biz Stone, der zu spät zur Videoschaltung kommt:</p>
<p><a href="http://carta.info/25768/republica-2010-singt-bohemian-rapsody-video/">http://carta.info/25768/republica-2010-singt-bohemian-rapsody-video/</a></p>
<p>(Waiting for absent Biz Stone and making him obsolete)</p>
<p>+ + + +</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Nachtrag</span>:</strong></p>
<p>Und wieder ein weiterer Fall von Generationskampf mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal FAZ-Redakteur Edo Reents (Jahrgang <a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E508CDDFBDC124E2BA9C62414A5B3C2E8~ATpl~Ecommon~Scontent.html">1965</a>) gegen Professor Peter Kruse (geboren 1955). Titel des Artikels in der FAZ vom 19. Mai 2010: &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E070FC7E9418E4FED9E83C1247D44D5CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Der Vollweise</a>&#8220;. Dort heißt es in gehabt gehässigem Ton über den Netzwerkforscher:</p>
<blockquote><p>Peter Kruse gilt im Internet vielen als Guru, als „Netzwerkpapst&#8221; und „Vordenker&#8221;. Dabei gehört er auch nur zu den Leuten, die das Einfache kompliziert erklären und sich als Berater ausgeben.</p></blockquote>
<p>Und:</p>
<blockquote><p>Sein Wissensdrang scheint grenzenlos. Womöglich treibt ihn aber auch nur die Angst vor dem Abgemeldetsein.</p></blockquote>
<hr size="1" /><a name="_ftn1" href="#_ftnref1">[1]</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erde">http://de.wikipedia.org/wiki/Erde</a></p>
<p><a name="_ftn2" href="#_ftnref2">[2]</a> <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Internet_map_1024.jpg&amp;filetimestamp=20070107155122">http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Internet_map_1024.jpg&amp;filetimestamp=20070107155122</a></p>
<p><a name="_ftn3" href="#_ftnref3">[3]</a> Wikipedia-Eintrag zu „Arpanet&#8221; Zugriffdatum: 4. Mai 2010 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arpanet">http://de.wikipedia.org/wiki/Arpanet</a></p>
<p><a name="_ftn4" href="#_ftnref4">[4]</a> <a href="http://twitter.com/meta_blum/status/13127290389">http://twitter.com/meta_blum/status/13127290389</a></p>
<p><a name="_ftn5" href="#_ftnref5">[5]</a> FAZ, Mittwoch, 14. April 2010, S. 1, Dossier S. 29 - 31</p>
<p><a name="_ftn6" href="#_ftnref6">[6]</a> <a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E4D5DF97B21E042C482FF2B695B5EFC50~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E4D5DF97B21E042C482FF2B695B5EFC50~ATpl~Ecommon~Scontent.html</a></p>
<p><a name="_ftn7" href="#_ftnref7">[7]</a> <a href="http://www.zeit.de/1996/28/titel.txt.19960705.xml">http://www.zeit.de/1996/28/titel.txt.19960705.xml</a>, <a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E4D5DF97B21E042C482FF2B695B5EFC50~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~E01B62424E520497B9CCF1C9E743F17F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html</a></p>
<p><a name="_ftn8" href="#_ftnref8">[8]</a> Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, wettert gegen Gratiskultur <a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E4D5DF97B21E042C482FF2B695B5EFC50~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.welt.de/webwelt/article5553778/Doepfner-wettert-gegen-Umsonstkultur-im-Internet.html</a></p>
<p><a name="_ftn9" href="#_ftnref9">[9]</a> Fachvokabular der „ZEIT&#8221;:  <a href="http://www.zeit.de/2009/14/01-Winnenden">http://www.zeit.de/2009/14/01-Winnenden</a></p>
<p><a name="_ftn10" href="#_ftnref10">[10]</a> <a href="http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,667250,00.html">http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,667250,00.html</a></p>
<p><a name="_ftn11" href="#_ftnref11">[11]</a> Benedikt Köhler: Die Communitas der Early Adopters. In: Viralmythen. <a href="http://blog.metaroll.de/2010/04/11/die-communitas-der-early-adopters/">http://blog.metaroll.de/2010/04/11/die-communitas-der-early-adopters/</a> Weitere Ergänzung: Die Early-Adopter-Szene, fein seziert von Sascha Lobo: <a href="http://saschalobo.com/2010/05/07/der-unaufhaltsame-aufstieg-des-social-networks-formsquare/">http://saschalobo.com/2010/05/07/der-unaufhaltsame-aufstieg-des-social-networks-formsquare/</a></p>
<p><a name="_ftn12" href="#_ftnref12">[12]</a> Zum Thema Oralität und Literalität im digitalen Zeitalter s.a. diesen Vortrag: <a href="../../../../../zweiraum/die-genese-offener-werke">http://www.text-raum.de/zweiraum/die-genese-offener-werke</a></p>
<p><a name="_ftn13" href="#_ftnref13">[13]</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=faK9HUvH2ck&amp;NR=1">http://www.youtube.com/watch?v=faK9HUvH2ck&amp;NR=1</a></p>
<p><a name="_ftn14" href="#_ftnref14">[14]</a> F.T. Marinetti: Manifest des Futurismus. Zit. nach: Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde, S. 3-7.</p>
<p><a name="_ftn15" href="#_ftnref15">[15]</a> F.T. Marinetti: Manifest des Futurismus. Zit. nach: Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde, S. 3-7. Hier: S. 5.</p>
<p><a name="_ftn16" href="#_ftnref16">[16]</a> ebd. S. 3.</p>
<p><a name="_ftn17" href="#_ftnref17">[17]</a> Rick Levine, Christopher Locke, Doc Searls und David Weinberger: <a href="http://www.cluetrain.com/">http://www.cluetrain.com/</a> bzw. <a href="http://www.cluetrain.de/">http://www.cluetrain.de/</a></p>
<p><a name="_ftn18" href="#_ftnref18">[18]</a> Markus Beckedahl, Mercedes Bunz, Julius Endert, Johnny Haeusler, Thomas Knüwer, Sascha Lobo, Robin Meyer-Lucht, Wolfgang Michal, Stefan Niggemeier, Kathrin Passig, Janko Röttgers, Peter Schink, Mario Sixtus, Peter Stawowy, Fiete Stegers: <a href="http://internet-manifest.de">http://internet-manifest.de</a></p>
<p><a name="_ftn19" href="#_ftnref19">[19]</a> Stefan Niggemeier: Nachgereichter Beipackzettel <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-manifest-das-wozu-und-das-danach/">http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-manifest-das-wozu-und-das-danach/</a></p>
<p><a name="_ftn20" href="#_ftnref20">[20]</a> Bodo Hombach: Das Internet-Manifest - eher eine Nebelkerze als ein Suchscheinwerfer&#8221;. In: Der Westen  06.10.2009 <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/technik/Das-Internet-Manifest-eher-eine-Nebelkerze-als-ein-Suchscheinwerfer-id117121.html">http://www.derwesten.de/nachrichten/technik/Das-Internet-Manifest-eher-eine-Nebelkerze-als-ein-Suchscheinwerfer-id117121.html</a></p>
<p><a name="_ftn21" href="#_ftnref21">[21]</a> Das ist ein gängiger Topos des absichtlichen Missverstehens und eine Unterstellung (niemand behauptet, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sein solle).</p>
<p><a name="_ftn22" href="#_ftnref22">[22]</a> <a href="http://blogbar.de/archiv/2010/04/01/was-macht-eigentlich/">http://blogbar.de/archiv/2010/04/01/was-macht-eigentlich/</a> Don Alphonso (alias Rainer Meyer) führt auch einen frequentierten Blog in der FAZ, auf dem „Klassenkampf von oben&#8221; betreibt.</p>
<p><a name="_ftn23" href="#_ftnref23">[23]</a> Stefan Mey in seinem Medien-Ökonomie-Blog <a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/25/ulrike-langer-5-thesen-zu-wertschopfungsketten/">http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/25/ulrike-langer-5-thesen-zu-wertschopfungsketten/</a></p>
<p><a name="_ftn24" href="#_ftnref24">[24]</a> Ohne Autorenangabe <a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/25/ulrike-langer-5-thesen-zu-wertschopfungsketten/">http://hype2.wordpress.com/2010/01/04/das-hype2-manifest/</a></p>
<p><a name="_ftn25" href="#_ftnref25">[25]</a> Hannoversche Allgemeine <a href="http://kirchberg.haz.de/2010/04/rp10-wo-sind-wir-stehengeblieben/">http://kirchberg.haz.de/2010/04/rp10-wo-sind-wir-stehengeblieben/</a></p>
<p><a name="_ftn26" href="#_ftnref26">[26]</a> <a href="http://kirchberg.haz.de/2010/04/rp10-wo-sind-wir-stehengeblieben/">http://www.marcus-boesch.de/post/318416880/mein-manifest</a></p>
<p><a name="_ftn27" href="#_ftnref27">[27]</a> http://www.marcus-boesch.de/post/314613263/dieses-slow-media-manifest</p>
<p><a name="_ftn28" href="#_ftnref28">[28]</a> <a href="http://kirchberg.haz.de/2010/04/rp10-wo-sind-wir-stehengeblieben/">http://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-war-Was-wird-900235.html</a></p>
<p><a name="_ftn29" href="#_ftnref29">[29]</a> Dirk Rumberg: „Slow Media&#8221; und der Wunsch nach Qualität und Weisheit. In:   <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41157-rumbergs-randnotiz.htm">http://www.buchmarkt.de/content/41157-rumbergs-randnotiz.htm</a>. Er kommt zu einem sehr schönen Schluss: „Inzwischen glaube ich, „Slow Media&#8221; ist ganz einfach nur ein neuer Begriff für Qualität, also ganz einfach so: Slow Media = good Media = Qualität, die man mit Gewinn und Genuss, nein - eben nicht nur konsumiert, sondern <em>sich aneignet</em>. - Vielleicht ja sogar mit einem Zugewinn an Weisheit sich <em>anverwandelt</em>, womit wir wieder bei T.S. Eliot wären.&#8221;</p>
<p><a name="_ftn30" href="#_ftnref30">[30]</a> http://www.marcus-boesch.de/post/314613263/dieses-slow-media-manifest</p>
<p><a name="_ftn31" href="#_ftnref31">[31]</a> Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte These IX (zit. nach <a href="http://www.martinblumentritt.de/benjamin.htm">http://www.martinblumentritt.de/benjamin.htm</a>)</p>
<p><a name="_ftn32" href="#_ftnref32">[32]</a> <a href="http://mdesmond.com/index.php?id=endoftheinternet">http://mdesmond.com/index.php?id=endoftheinternet</a></p>
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		<title>Wo verläuft die Grenze?</title>
		<link>http://www.text-raum.de/zweiraum/wo-verlauft-die-grenze</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 14:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabria David</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Freiraum]]></category>

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		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>

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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

		<category><![CDATA[Peter Kruse]]></category>

		<category><![CDATA[Produktion]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade hielt Peter Kruse in Berlin auf der <a href="http://re-publica.de/10/event-list/what%E2%80%99s-next/">re:publica</a> seinen <a href="http://www.scribd.com/doc/29900810/republica2010">Vortrag</a> &#8220;What&#8217;s Next?&#8221;. Er stellte die Auswertung von Wertemustern von knapp 200 heavy Internetnutzern vor. Erstes Ergebnis: Innerhalb der Internetnutzer gibt es eine starke Zweiteilung in den Werte- und Bewertungsmustern, die ein Verstehen zwischen beiden Hemisphären geradezu unmöglich macht. Die Zahlen bestätigen eine Vermutung, die mir vor einigen Tagen bei der Überlegung folgender Frage gekommen ist: Wo genau liegt eigentlich die Grenze zwischen den sich gegenwärtig um das Internet streitenden Fronten? Ist das wirklich ein Kampf zwischen Internetbefürwortern und Gegnern des Internet? Oder verläuft die Grenze nicht eher zwischen denjenigen, die das Internet wie einen Fernseher oder wie ein Telefonbuch benutzen (also rein rezipierend) und jenen, die das Internet auch zur Produktion nutzen und dort auch selbst Spuren hinterlassen?</p>
<p>Ist also nicht das Internet selbst, sondern das durch das Internet ermöglichte Zusammendenken von Rezeption und Produktion der eigentliche Unterschied?</p>
<p>Dieser Aspekt spielt auch in unserem Slow Media Ansatz eine zentrale Rolle, unter anderem in Gestalt des Inspirationsbegriffs - hier geht es um die Motivation zu eigener Produktion durch die Rezeption von etwas, das einen berührt. Wer das Internet nicht zum Produktivsein nutzt und es nicht auch als Schaffensraum empfindet, der kann daran dann natürlich auch nichts Inspirierendes finden. Vielleicht können wir diesen Faden auf dem <a href="http://re-publica.de/10/event-list/slow-media-fast-media-no-media/">Slow Media Panel der re:publica </a>weiterspinnen.</p>
<p>+ + + +</p>
<p>Dieser Beitrag steht etwas ausführlicher und mit Schlachtenbild auch auf <a href="http://www.slow-media.net/wo-verlauft-die-grenze">www.slow-media.net</a></p>
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