Bilder des Tages − Advent 2011

24. Dezember 2011

Sofonisba Anguissola, Selbstportrait, 1556

Wir wünschen Ihnen und Euch besinnliche Weihnachtstage
und einen guten Start in das neue Jahr

Sabria David
Helge David

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23. Dezember 2011

Julius Schiller, Coelum Stellatum Christianum, 1627, Bild 34: Hl. Josef

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22. Dezember 2011

Tartan-Ribbon, 1861, gilt als erste Farbfotographie. Präsentiert wurde sie vom schottischen Physiker James Clerk Maxwell, der dabei vermulich einen schottischen Tartan-Kilt trug.

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21. Dezember 2011

Was auf den ersten Blick wie eine Fotographie von “Fünf Herren an einem Tisch” aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine Art Alpha-3D-Scanner. Hier sitzt nur ein Herr, der sich in zwei diagonal angebrachten Spiegel spiegelt und so eine simultane Ansicht seiner selbst von allen Seiten ermöglicht.

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20. Dezember 2011

Foto: Helge David

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19. Dezember 2011

Alexander S. Popow, Gewitter-Warngerät, 1895

Der russische Physiker Alexander S. Popow erfand nicht nur ein Gewitterwarngerät, sondern gehörte auch zu den Pionieren der drahtlosen Kommunikationstechnik. Der Text des ersten dratlosen Telegramms, das er über eine Strecke von 250 m übermittelte, galt dem Entdecker der elektromagnetischen Welle und lautete “Heinrich Hertz”.

Ein Ausstellung zur Heinrich Hertz beginnt im April 2012 im Deutschen Museum Bonn.

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18. Dezember 2011

Spritzgebäck

375 g Butter, 250 g Zucker, 2 Vanillezucker, Prise Salz, 1 Ei, 400 g Mehl, 100 g Mondamin, 200 g gemahlene Haselnüsse; bei 175 °C

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17. Dezember 2011

Juan Sánchez Cotán, Stillleben mit Wildvögeln, Gemüse und Früchten, 1602, Prado, Madrid

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16. Dezember 2011

Carte de Tendre, Madelaine de Scudéry und ihr Salon

Mitte des 17. Jahrhunderts fertigten Madelaine de Scudéry, eine berühmte Schriftstellerin ihrer Zeit, und ihr Salon diese Karte einer imaginären Landschaft “Tendre” (deutsch Zärtlichkeit) an. Diese psychogeografische Karte verortet Gefühle und die gefährliche Reise der Leidenschaft hin zu einem platonischen Ideal. Eine Art Augmented Reality, sieht man hier doch Dinge, die ohne Karte unsichtbar blieben.

Eine imaginäre Reise auf Grundlage realer, historischer Stadtpläne und Landkarten ermöglicht heute das britische Projekt “Walking through Time“. Hier werden historische Karten mit realen GPS-Daten verknüpft. Das Smartphone wird zur Zeitmaschine: Es lassen sich historische Straßen und Plätze aufsuchen, die sich ansonsten nur auf archäologischen Wege erschließen ließen. In Deutschland ist die App leider nicht zu erwerben und von AR-Projekten dieser Art sind wir hierzulande auch noch so weit entfernt wie vom platonischen Ideal.

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15. Dezember 2011

Joseph Mallord William Turner, The Angel standing in the Sun, 1846, Tate Britain

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14. Dezember 2011

Rembrandt, Faust in seinem Arbeitszimmer, ca. 1652, Rijksmuseum Amsterdam

Das gestrige Thema der Präfiguration auf ganz irdische Weise weiterspinnend, erfährt der Rembrandtsche Faust das Diktum Peter Glasers “Mein einziger Wunsch an die Technologie der Zukunft: die Hardware soll verschwinden, vollständig, und nur die Funktionen bleiben” als bereits erfüllt.

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Zitat

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13. Dezember 2011

Konrad Witz, Die Königin von Saba vor Salomo, ca. 1435/37, Gemäldegalerie Berlin

Das ebenso schöne wie zwischen den Welten changierende Gemälde erzählt zwei Geschichten: Namentlich stellt es den Besuch der Königin von Saba bei König Salomo dar, wie es im Buch der Könige im Alten Testament steht. Die Köngin übergibt Salomo Gold und Gewürze. Das ist die eine Geschichte. Und die andere?

So kurz vor dem Weihnachtsfest wird bei “Gold und Gewürze” sicherlich der eine oder andere hellhörig: Ja, hier wird auch die Geschichte der Heiligen drei Könige, die dem gerade geborenen Christus-Kind huldigen, miterzählt. Verschiedene Geschichten aus dem Alten Testament präfigurieren Geschichten aus dem Neuen Testament. Verknüpfen die Welt des Alten mit der des Neuen. Es ist halt alles aus einem Guß, folgt einem höheren Plan.

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12. Dezember 2011

Blick in François Willèmes Modellwerkstatt, Paris 1864

Dieser unscheinbare Stich zeigt eine Art Fabbing also 3-D-Druck oder einen analogen Vorläufer des Makerbot aus dem 19. Jahrhundert. François Willème meldete 1860 ein Patent für die Fotoskulptur an. Zuerst wurden zur Erstellung einer Fotoskultpur in einem runden Atelier von allen Seiten insgesamt 24 Aufnahmen gemacht. Diese Aufnahmen wurden dann projiziert und nach und nach mit einem Pantografen auf den Ton übertragen. Das Ergebnis war dann eine “objektive” Wiedergabe der fotografierten Person in 3-D.

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11. Dezember 2011

Sendepausenzeichen oder Testbild

Das Sendepausenzeichen erscheint, wenn ein Fernsehsender kein Programm sendet. Darüber hinaus ist es heute ein Relikt einer historischen Top-down-Kulturtechnik.

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10. Dezember 2011

Villa Hammerschmidt, Kaminzimmer, Konrad Adenauer, Fotografie von Hugo Erfurth

Foto: Helge David

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9. Dezember 2011

Melchior Lorck, Schildkröte über venezianischer Lagune, 1555

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8. Dezember 2011

Charles Babbage, Differenzmaschine

Im frühen 19. Jahrhundert erdachte Charles Babbage die Differenzmaschine, einen Vorläufer heutiger Computer. Die Maschine sollte komplexe mathematische Aufgaben in mechanisiserte Einzelschritte zerlegen und so zur Lösung komplexer Aufgaben kommen. Der Schlüssel war die Algorithmisierung. Der Begriff Algorithmus geht auf den arabischen Mathematiker Muhammed al-Chwarizmi (etwa 783-850) zurück. Sein Lehrbuch “Über das Rechnen mit indischen Ziffern” beginnt in den mittelalterlichen lateinischen Übersetzungen mit den Worten “Dixit Algorismi”.

“The Difference Engine” ist auch ein Steampunk-Klassiker von William Gibson und Bruce Sterling.

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7. Dezember 2011

Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister

Dieses Digitalisat eines Dias zeigt Menschen in der Gemäldegalerie Alte Meister bei der Betrachtung des Tintoretto Gemäldes “Der Kampf des Erzengels Michael mit dem Satan“. Es stammt aus einer 36-teiligen Dia-Serie “Dresden” aus den 1970er Jahren, die ich auf einem Flohmarkt entdeckt habe.

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6. Dezember 2011

Altartafel in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen

Altartafel in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen

Natürlich geht es in diesem Bild einer Altartafel in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen um Gut und Böse. Nur wer ist hier gut und wer ist böse? Man stelle sich den Blick auf dieses Gemälde aus einer kindlichen oder nicht-abendländisch-geprägten Perspektive vor: “Warte, warte nur ein Weilchen …” erklingt da der Haarmann’sche Vers. Aber nein, es ist der Heilige Nikolaus, der heute den Kindern allerlei in die Stiefel stopfte. Den nicht so guten Kindern höchstens eine Rute, deren Benutzung heute auch - Gott sei Dank - den lieben Eltern verboten ist.
Auf unserem Bild belebt der Heilige Nikolaus drei Scholaren wieder zum Leben, indem er ihre von einem raffgierigen Wirt gesplatterten und gepökelten Körperteile zusammensetzt, wiederbelebt und Gott sein gutes Werk vollenden lässt.

Vor nicht gar zu langer Zeit gab es eine politisch gewollte Debatte um die Alterskennzeichnungspflicht von Blogs und anderen privaten Websites. Wo wären wir mit diesem Bild wohl gelandet? FSK 18?

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5. Dezember 2011

John Cage performing Water Walk, 1960
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4. Dezember 2011

St Sebastian ,  between 1493 and 1494 Perugino, Pietro (Pietro Vannucci)

St. Sebastian , between 1493 and 1494 Perugino, Pietro (Pietro Vannucci), Hermitage St. Petersburg

Der Pfeil sitzt tief im Hals des St. Sebastians. Der Heilige scheint keinen irdischen Schmerz zu spüren. Erleuchtet, in Demut und in vollem Gottvertrauen blickt er gen Himmel. Der Pfeil aber sitzt nicht nur tief, sondern trägt auch eine Botschaft:

PETRUS PERUGINUS PINXIT

Außer als Brusttatoo hätte die Stelle, an der sich Perugino als Maler des Werkes benennt, nicht prominenter sein können. Sicher will er sich damit nicht in die Gruppe der den Tötungsbefehl des Kaiser Diokletians vollstreckenden numidischen Bogenschützen einreihen. Nein, hier zeigt sich das aufkommende Selbstbewusstsein der Hofkünstler der Renaissance, die sich eben nicht mehr als Handwerker verstanden. Das Gemalte ist gemalt: PETRUS PERUGINUS PINXIT. Hier findet keine gedachte Wandlung in echtes Leid mehr statt. Perugino hat es gemalt.

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Bis zum 15. Januar 2012 sind Peruginos Werke in der Alten Pinakothek München ausgestellt. Hier finden Sie die entsprechende Audioguide App bei itunes.

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3. Dezember 2011

Foto: Helge David

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2. Dezember 2011

La journée d\'un journaliste américain en 2889  par Jules Verne, Illustrations de George Roux

La journée d

1889 visionierte Jules Verne bereits einen Prototyp von Skype. Der ebenso visionäre Marshall McLuhan sah in diesem Bild, die “Erfindung des Fernsehens” prophezieen und konstatierte 1967 in The Medium is the Massage das Ende der Schriftkultur: “Mit dem immer anwesenden Ohr und dem sich bewegenden Auge haben wir das Schreiben, diese spezialisierte, akustisch-visuelle Metapher abgeschafft, die die Dynamik der abendländischen Kultur prägte.”

Jules Verne Bild und Text Marshall McLuhan The Medium is the Massage

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1. Dezember 2011

Banksy

Banksy

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Zum Streetartist Banksy auf Wikipedia.

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8 Kommentare zu “Bilder des Tages − Advent 2011”

  1. Ingo Timm

    Belehrend und vergnüglich zu lesen und anzuschauen!
    Ein geradezu klassisches Blumenkohl-Stilleben; man denkt an Details bei Chardins Küchenmagd, vor allem
    aber an einige Flame!.Das mouse ó chocolat erinnert auch an buddhistische Busenpagoden in Myanmar
    (Bagan).
    Gerade bereite ich einen Basilikum-Tomaten-Topf mit
    Kabeljau- Scnitten zum Nikolaus-Tag vor und bemesse
    den Pepperoncino reichlich. A bien tôt!
    S. und I. Timm 6.12.2011

  2. Ingo Timm

    Mann muß mit seinen Übel leben.
    Das ist das Problem: Leben, nicht heilen
    Ferdinando Galliani
    Hoffentlich klappt die Rückmeldung!
    Einen besinnlichen Nikolaustag
    wünschen, herzlich grüßend
    Sieglinde und Ingo Timm

  3. Alexandra von Stein

    Also, einen Pfeil im Hals…ok, wenn es dann sein muss, aber das Nikolausbild, das fand ich schon ein bisschen sehr ekelig. Die Vorweihnachtszeit ist offensichtlich nicht mehr das, was sie mal war. Könntet Ihr vielleicht auch mal ein leckeres Plätzchenbild einstellen?? Oder einen kleinen, fetten, rotbackigen Engel? Also ich meine, MIT Armen und Beinen und ohne Pfeil und ohne Blut?
    Künstlerisch ist gegen die Bilder aber nix zu sagen!Viele Grüße aus Berlin von
    Alexandra

  4. Michael

    Die Schildkröte finde ich einfach fantastisch. Wer hätte gedacht, daß solch ein Bild existiert. Dabei sieht es auch so modern aus.

  5. Katarina Lerch

    Unerhört, die Königin von Saba war doch nicht weiß!
    :)

  6. Sabria David

    Stimmt vermutlich, in äthiopischer Darstellung sieht die Königin von Saba so aus: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Horse-sheba.jpg&filetimestamp=20080204160355

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